Schlacht bei Torgau.
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fand, obwol ein großer Theil der Ocsterrcicher von denHöhen wcggezogcn worden war, dennoch tapfer« und ge-ordneten Widerstand, als ihm um 5^ Uhr bei schon ein-getrctcncr Dunkelheit, welche nur das Feuer des brennendenDorfes Süptitz erhellte, Hülsen mit 4 frischen Bataillonenvom linken prcussischcn Flügel cntgegenkam und die Oester-reicher von der Seite angriff. Die von Hülsen außerdemwieder gesammelten Truppen des geschlagenen linken Flü-gels folgten ihm und die Prcussen bemächtigten sich so derSüptitzcr Höhen. Als Daun das erfuhr, sah er, die
Schlacht sei verloren und ordnete den Rückzug auf dasrechte Elbufcr an. Die Verwirrung in der dunkeln Nachtnach dem großen, so wcchsclvollcn Kampfe des Tages wargränzcnlos, und großenthcils wußten weder Prcussen nochOcsterrcicher, wer von beiden der Sieger sei. Beide brach-ten die Nacht untereinander vermengt zu, selbst viele Oester-reicher im Rücken des prcussischcn Heeres, das sie für dasihrige gehalten"), ja der König war in der dunkeln Nacht,als er nach dem Dorfe Neiden zuritt, sehr nahe daran,einer österreichischen Reitcrabtheilung in die Hände zu fallenund gefangen genommen zu werden^). Vielfach lagen beideTheile, die blauen Prcussen und die weißen Ocsterrcicher, er-schöpft von den Entbehrungen und Anstrengungen des blu-tigen Tages friedlich bei einem Wachtfeuer nebeneinander,mit gegenseitiger Ucbcrcinkunft, sich am kommenden Tagedem zu ergeben, welcher am vorhcrgcgangencn den Sieg ge-wonnen haben würde.
Als am folgenden Morgen der Rückzug der Oester-reicher bekannt wurde und Zietcn an der Linie der auf-marschirtcn Truppen des linken Flügels hinuntcrritt undden Sieg verkündete, antwortete allgemeiner Jubel: „Eslebe der König! cs lebe unser Fritz! cs lebe Zietcn unserVater, der .König der Husaren!" Die Prcussen verloren indieser fürchterlichen Schlacht 14— 14,009 Mann, von de-nen 3 — 4000 an Gefangenen. Die Ocsterrcicher verloren
1) Der Kenia an Heinrich, bei Schöning II. S. 440.
2) von Bcrenhorst's Nachlaß 0. S. 06.
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