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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIII. Achtes Hauptstück.

ben. Der schwedische General Lantingshausen versammelteden 14. August seine gesammte Macht, rückte langsam vorund nahm unter fortwährender Gegenwehr der äußerst schwa-chen Preussen bis Ende Septembers die Linie von Wollinbis Löcknitz gegen Prenzlau zur Einschließung Stettins ein.Der König befahl darauf deni in der Schlacht bei Kay ver-wundeten und wiederhergestellten Manteuffel, aus allen ge-nesenen Soldaten in Berlin und der dortigen Besatzung nebst2 Reiterregimentern eine kleine Schaar zu bilden, vor wel-cher sich die Schweden alsbald zurückzogen und sich nacheinigen wenig bedeutenden Gefechten auf dem linken, wie diePreussen auf dem rechten Peeneufer in die Winterlager leg-ten. Der Versuch, welchen Manteuffel gegen Ende des Januarmachte, mit 4000 Mann die Schweden daselbst zu überfallen,mißlang. Dagegen überrumpelten die Schweden, durch dentapfern Obersten Belling fortwährend beunruhigt, den 28. Ja-nuar das höchst nachlässig bewachte Anklam, in welchem Man-teuffel ihnen bei der Dunkelheit der Nacht in die Hände fielDennoch wurden sie von der Besatzung mit Verlust von 15ÜGefangenen zurückgetrieben, worauf sie bis in den Sommerdes folgenden Jahres in den Winterquartieren blieben. Sowenig günstig nun auch der letzte Ausgang dieses Feldzugswar, so würde man es doch nach der Schlacht von Kunners-dorf nicht für möglich gehalten haben, daß der König zuletztnoch nicht nur ganz Schlesien, sondern auch den größtenTheil von Sachsen behauptete. War nun das auch nichtdurch irgend eine denkbare Anstrengung aller Kräfte zu be-wirken, was vielmehr aus einer eigenthümlichen Verkettungder Umstände hervorging, so bleibt dabei immer noch be-wunderungswürdig, was von dem Könige, dessen BruderHeinrich, dem Herzoge Ferdinand und den übrigen Führernund den Heeren insgesammt ausgeführt wurde. Zeigt sichder König wie früher nach den größten Schlägen, welcheihn trafen, immer größer als zuvor, so muß man doch dieEhre des letzten Feldzuges selbst dem Prinzen Heinrich unddem Herzoge Ferdinand zuerkennen.