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5 (1854) Von 1756 bis 1763
Entstehung
Seite
67
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Das preussische Heer gegen d. Oesterreichcr u. Franz. 67

Eröffnung der kürzesten Verbindung mit Schlesien, zog er 20 . Aug.am Hellen Tage unverfolgt ab, um sich gegen das Reichs-Heer zu wenden. Er ließ mit dem 45,000 Mann starkenHauptheere den Herzog von Bevern in der Lausitz denOesterreichern gegenüber zurück, um die Lausitz und Schlesienzu decken. Der Herzog, wol ohnehin verletzt durch die Auf-nahme, welche er mit dem Heere des Prinzen von Preussengefunden hatte, fühlte sich der schwierigen Aufgabe mit sogeringer Macht gegen die weit überlegenen Oesterreicher nichtgewachsen. Der König, welcher des Herzogs Fähigkeitenüberschätzte, suchte durch die schmeichelhaftesten Aeußerungendessen Vertrauen zu wecken und wies ihn auf Wintcrfeldsund Zietens Beistand hin. Er hoffte, die Oesterreichcr wür-den sich dadurch schwächen, daß sie eine Heercsabtheilungnach der Saale schickten, und wies den Herzog an guteStellungen, zuletzt bei Görlitz wegen der dortigen Magazine,zu nehmen, sich möglichst lange zu behaupten, jedes nichtaugenscheinlich vortheilhafte Gefecht zu vermeiden, sich umkeinen Preis von Schlesien abdrängen zu lassen, um sich imNothfalle dorthin zurückziehen zu können. Es komme allesdarauf an das Heer bis Ende September zu erhalten, bisder König von seinem Zuge gegen Soubise werde zurück-kehren können.

Er selbst ging mit etwa 12,000 Mann nach Dresden,wohin sich der Prinz Moritz von Dessau hatte zurückziehenmüssen, und mit diesem vereinigt, 22,000 Mann stark, bei 11. Sept.Naumburg über die Saale, in der Hoffnung das mitSoubise vereinigte Reichsheer bei Erfurt zu treffen und, zuschlagen. Dieses eilte jedoch nach Gotha, und als der Kö-nig bis dahin vordrang, bis Eisenach zurück. Der Königkonnte nicht weiter verfolgen und mußte bald dem voneinem österreichischen Strcifcorps bedrohten Berlin zu Hülfeeilen. Aber noch hatte das Schicksal seine Schläge nicht er-schöpft. Die Oesterreichcr hatten sich in der Oberlausitz bisEnde August ruhig verhalten, sich jedoch nicht durch Ent-sendung einer Heercsabtheilung an die Saale geschwächt.

Der Herzog von Bevern war dennoch, zu ängstlich besorgtum den Unterhalt des Heeres, im Anfänge des Septembers

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