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Buch Ml. Erstes Hauptstück.
pagnien, welche auf dem rechten Flügel so tapfer gcfochtcnund den Angriff Schwerins zurückgcschlagcn hatten, zeitle-bens doppelten Sold und schnelles Aufrücken zu.
13. Zum Daun ging darauf mit seinem 54,000 Mann starken
Heere über Kuttenbcrg gegen Kolin und Planian vor, wo- shin sich der nicht halb so starke Herzog von Bevern zurück-zog. Der König hatte, noch ehe er das erfahren, schon aufdie Nachricht, daß Daun den Befehl erhalten Prag zu ent-setzen, den Beschluß gefaßt den Oberbefehl über das Beob-achtungsheer selbst zu übernehmen. Mochte er auch DaunsHeer für schwächer halten, als es war, so wußte er doch, daßes stark genug wäre, den Entsatz von Prag bewirken zukönnen, und daß cs den Prcussen unmöglich sein würde daszu verhindern. Er konnte nicht ferner Prag wie bisher ein-schlicßen, ohne sich der Gefahr auszusctzen, an einer Stelle,getrennt von seinen übrigen Truppen, zugleich von vorndurch einen Ausfall Karls von Lothringen und im Rückendurch Daun, mit Ucbermacht angegriffen und geschlagen zuwerden. Er sah daher wohl ein, daß er eine zweite Schlachtin Böhmen wagen und einen zweiten Sieg erfechten müsse,um Prag zur Ucbergabe zu bringen. Er hoffte, das würdeihm die völlige Ueberlegenheit über die Oesterreicher verschaf-fen, die erschrockenen Reichsfürsten zur Parteilosigkeit brin-gen, das Vorrücken der Franzosen in Deutschland aufhaltenund selbst auf die Russen starken Eindruck machen, weil erdann würde den Marschall Lch»vald gegen diese, den Herzogvon Cumberland gegen die Franzosen verstärken können. kEr war daher bereits am 13. Zuni (an demselben Tage,an welchem Daun vorwärts ging), nachdem er Kekth mit tetwa 41,000 Mann vor Prag zurückgelaffen, mit einemThcile seines Heeres gegen Kaurzim vorgerückt, in der Hoff-nung Daun, den er weder so stark noch so nahe glaubte,als dieser war, schlagen zu können, als er das Heer Bevernsauf dessen Rückmärsche traf und zugleich zuverlässige Nach- sricht von dem Vorrücken des gesammten Daunschen Heeres .erhielt. Er befahl sogleich dem Prinzen Moritz von Dessauihm noch 6000 Mann von dem Prager Einschließungshcerezuzuführen, glaubte aber immer noch nur die Heercsabthei-