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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Neue Rüstungen.

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Vorwänden ein und beseitigte die Handelsbcgünstigungen,welche die Engländer bisher vertragsgemäß in den österreichi-schen Niederlanden genossen hatten. England empfand daswie vvrauszusehen war, mit Recht sehr übel, und drohetehochsahrend mit Zerreißung des Bandes, welches beide Mächtevereinige. Maria Theresia erwiedertc lebhaft, sie sei Souve-rainin der Niederlande und werde sich von Andern keine Ge-setze vorschreiben lassen. ')

Als nun die Feindseligkeiten zwischen Engländern und 1755Franzosen ohne Kriegserklärung bereits begonnen hatten, ver- Frühjahr,langte Georg HI., Maria Theresia solle die Truppcnzahl an- 1755 .geben, welche sie zur Vertheidigung Hannovers und Flan-derns stellen wolle ^). Maria Theresia verlangte Sicherung Mai.gegen Prcussen durch 60,000 Russen und Subsidien an Sach-sen, Baicrn und Hessen zu gleichem Zwecke, sonst würde sieHannover nicht decken können.England war zn Allemwillig. Es gab die feste Zusicherung, daß ein russisches Heergegen Friedrich bereit sein und dieser sich daher zweimal be-denken werde, ehe er Oesterreich angrcife. Es schloß in die-sem Sinne das schon oben angeführte Bündniß mit Ruß-land und zahlte an dasselbe jährlich 100,000 Pfund Sterling . 1755.Es forderte dagegen, Maria Theresia solle ihre Truppen inFlandern mit 25—30,000 Mann verstärken. Kaunitz wollteaber durch eine solche Truppenscndung Frankreich nicht reizen,es war ihm nicht mehr genug, gegen einen Angriff Prcussensgesichert zu sein, er bestand vielmehr darauf, daß Preussenselbst angegriffen werde. Durch diese neue Macht sei dasalte Staatcnsystem verändert worden, welches wiederhcrgcstelltwerden müsse. Dagegen waren alle Vorstellungen und Vor-würfe Englands vergeblich. Es sagte daher offen, wennMaria Theresia auf die von ihm gemachten Forderungen nicht

>) Coxe, LH IV. S. 210.

2) Coxe, LH. IV. S. 248.

3) Raumer, S. 287.

4) Unstreitig war das schon weit früher verabredet und am 0. Au-gust vollendet und nun erst förmlich den 30. September abgeschlossenworden. Raumer, S. 290.