Neue Rüstungen.
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- sein ansehnliches Privatvermögen zu vermehren, welches sichdamals schon auf zwanzig Millionen Gulden belaufen habensoll. Er streckte daraus seiner Gemahlin große Summen vor.Nach dem aachener Frieden führte Maria Theresia ein neues' Kinanzsystem ein und stellte die in der Hofhaltung herrschendeVerschwendung ab. Das Einkommen sollte vermehrt, Schul-den abgezahlt, das Heer verstärkt und ein Schatz gesammelt. werden. Der Graf Haugwitz richtete das neue Finanzfystem
! ein und führte eine Organisation der Behörden nach dem
Muster des preussifchen Generaldirectoriums durch. Anstattder bisherigen jährlichen Bewilligung der Contribution durchdie Stände, verpflichtete sich Böhmen und Oesterreich auf! zehn Jahre zur Zahlung bestimmter und zwar überhaupt,
! dann auch durch Beseitigung bisheriger Befreiungen mit
höheren Summen als früher, so daß sie statt 4/- nun 8'/-Millionen entrichteten. Diese Einnahmen, welche mit Schle-sien und Servicn früher 12'/- Millionen betragen hatten, stie-gen nun ohne diese Provinzen auf fast 17 Millionen und dieGesammtsumme des Einkommens', von Contribution, Zöllen,Domainen, Post, mip dem Beitrage der Geistlichkeit auf über40 Millionen. Italien und die Niederlande trugen nur dieKosten ihrer Verwaltung, doch streckten die Niederlande großeSummen vor.
Das Heer auf dem Friedensfuße betrug 200,00V Mann.Es herrschten besonders rücksichtlich des Aufrückcns der Offi-cicre durch Hofgunst noch viele Misbräuche. Man zählte ge-gen 300 Generale. Für die besten Truppen galten die Un-garn und die Kroaten. Noch immer hatten die Regimenterverschiedene Exercicrreglements. Der General Graf LeopoldDaun hatte zwar auf Grundlage des preussifchen ein neuesExercierreglement gemacht, welches allgemein eingeführt wer-den sollte, und eine größere Einförmigkeit und Uebcreinstim-mung der Waffenübungen bewirkte, wie denn auch bessereAusbildung der Ofsiciere beabsichtigt wurde; doch ließ sichdas bei der Eifersucht und den Kabalen der Großen nichtvöllig durchführen. Um die Verbesserung des Geschützwe-sens erwarb sich Fürst Joseph Wenzel v. Liechtenstein großeVerdienste, indem er zugleich ansehnliche Summen aus seinem