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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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380
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380 Buch VH. Dreizehntes Hauptstück.

besorgt um sein ihm so theures Stammland Hannover. Erfürchtete, die Franzosen würden cs besetzen und hatte wenigHoffnung, daß Einsicht, Rechts- und Ehrgefühl das Reichund dessen Oberhaupt veranlassen werde, sich dem Einrückenfremder feindlicher Truppen zu widersetzcn. Er suchte daher1753 sein Kurfürstcnthum ausser durch dessen eigene Truppen, auch30. Sept. „och durch 12,000 Hessen und 55,000 Russen zu sichern,welche er durch englische Subsidicn erkaufte'). Rußland wolltedoch Hannover nur in dem Falle schützen, wenn es Friedrich II.angriffe, von dem man wusste, daß er noch mit Frankreichverbündet war^). Die Unzuverlässigkeit der Russen warübrigens bekannt, dazu ihre Entfernung groß, höchstens konntesie dazu dienen, Preussen davon abzuhalten, ein Unternehme»der Franzosen auf Hannover zu unterstützen. Wirksamersuchte Georg sein Kurfürstenthum durch Oesterreich zu schützen,von dem er das als billige Gegenleistung für das erwartete,was er in dessen früher so gefährlicher Lage gethan. Erhoffte von Maria Theresia um so eher wirksamen Beistand,als diese, sei es um sich gegen Preussen vertheidigen zu müs-sen, oder in der Absicht cs zu demüthigen, die Hülfsquellenund Kräfte ihres Staats in einer andern Weise als bisherentwickelt und benutzt hatte.

Mit dem Beispiele der Arbeitsamkeit in Betreibung derStaatsgeschäfte ging sie allen Beamten voran. Sie liebteweder Putz noch Jagd, Spiel und Theater. Die Regierungdes Staats und die Erziehung ihrer Kinder, nahm fast alleinihre Zeit in Anspruch. Von sechs Uhr früh an war fast derganze Tag den Geschäften gewidmet. Zur bestimmten Zeithatte Jedermann Zutritt zu ihr. Die minder wichtigen Sa-chen entschied sie auf Vortrag ihrer Minister sogleich, anderenach reiflicher Berathung. Verdienste belohnte sie freigebigund weckte dadurch den Eifer der Beamteten. Ihr Gemahlwar ohne allen Einfluß auf die Staatsangelegenheiten undhauptsächlich nur bemüht, durch Geld- und Handelsgeschäfte

1) ^Venck, ltoä. zur. zent. 1. HI. p. 67 u. 75.

2) Erklärung der Kaiserin bei Vollziehung des Vertrag« am 25. Febr.1756, Raumer, S. 306.