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4 (1851) Von 1739 bis 1756
Entstehung
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Buch VH. Dreizehntes Hauptstück.

Ministern überlassen, allein um auch seinerseits einen gewissenEinfluß zu behaupten, unter der Leitung eines vertrautenHofbeamteten ein geheimes Cabinet eingerichtet, von wo auser unmittelbar den Gesandten an fremden Höfen Verhaltungs-befehle und Anweisungen gab, welche denen seiner Ministeroft widersprachen oder sie abänderten, ohne daß diese es wussten.Auf demselben Wege ließ er sich Berichte erstatten, ohne daßes seine Minister erfuhren, woher es denn kam, daß die Ge-sandten diesen oft Berichte gaben, welche ganz verschiedenvon denen waren, die sie dem Könige zuschickten. So waralso hier eine doppelte, neben einander hergehende, oft ver-schiedenartige und einander widersprechende Politik, die desKönigs und die der Minister, wodurch eine Verwirrung un-glaublicher Art in der Leitung der Staatsangelegenheiten ent-stand. Frau von Pompadour hatte es über sich vermocht,nachdem sie aufgehört hatte die Geliebte des Königs zu sein,doch dessen Ausschweifungen nicht zu stören, diese vielmehrzu leiten und so seine Gesellschafterin und im Besitze ihrerMacht zu bleiben. Sie entschädigte sich für den Verlust, densie einerseits erlitten, durch den Einfluß, den sie auf alleStaats- und Rcgicrungsangelegenheiten, denen sic sich nunhingab und besonders auf das geheime Cabinet des Königserhielt. Das hatte Kaunitz sehr scharfblickend ermittelt. Erverbarg unter scheinbarer Gleichgültigkeit seine Absichten sehrschlau, kümmerte sich wenig um die Minister, suchte vielmehrdie durch Friedrichs H. Geringschätzung und Sarkasmen be-leidigte Pompadour, und durch sie den König zu gewinnen.Kaunitz bewog sogar, obgleich er sich dessen selbst schämte, dievorzugsweise in Beziehung auf weibliche Züchtigkeit sonst sostrenge Kaiserin, der verächtlichen Maitresse eigenhändig freund-lich zu schreiben'), was diese sehr hoch aufnahm und seitdemim Interesse Oesterreichs sehr thätig war. So weit gingMaria Theresias Haß gegen Friedrich. Dem König Ludwig,der ohnehin Friedrich H. persönlich abgeneigt war, wurdeAlles mitgetheilt, was ihn gegen diesen reizen konnte, vor-züglich aber, daß Friedrich ein Freigeist, ein Gottesleugner

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l) Sxdie Angabe bei Preuß, I. S. ^32.