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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Neue Nustungen.

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als Kaunitz daran gedacht haben, sein Ziel zu erreichen. Erwagte sich daran und es gelang ihm durch die Umstände be-günstigt fast völlig. Natürlich mufften den Franzosen großeOpfer geboten werden.

Man weiß aus der Geschichte Ludwigs XIV., besonderszur Zeit der Siege über die spanische Erbfolge und des darausentstandenen großen Kriegs, wie sehr das staatskluge Englandvorzugsweise darauf gehalten, daß Belgien, als VormauerHollands, nicht nur nicht in französische Hände, sondern selbstnicht in die Hände eines ohnmächtigen Fürsten käme, dernicht im Stande wäre, es gegen Frankreich zu vertheidigen.Wie viele Schlachten sind nicht deshalb geschlagen worden,um die Niederlande gegen Ludwig XIV. zu vertheidigen. FürOesterreich waren dieselben Provinzen eben deshalb und wegenihrer Entfernung vom Hauptlande mehr lästig als vortheilhaft.Nun schlug schon bei den aachener FriedensverhandlungenKaunitz den Franzosen vor, ihnen Brabant und Flandern zuüberlassen, wenn sie Preuffen zur Rückgabe Schlesiens anOesterreich vermögen würden, die Franzosen aber dachten garnicht daran, darauf einzugehen'). Maria Theresia machtedann dem französischen Gesandten in Wien Bemerkungenüber die gegen die frühere Zeit veränderte Stellung Frank-reichs zu Oesterreich, daß jetzt zwischen Beiden ein vollständi-ges Gleichgewicht herrsche und Beide vereint leicht die Mächtezweiten Ranges, wenn sie den Frieden stören wollten, im Zaumehalten könnten. Sie verhehlte ihren Widerwillen gegen Fried-rich II. nicht und meinte, sie habe durch Abtretung Schlesiensein großes Opfer für die Ruhe Europas gebracht, entstündeaber je ein Krieg, so würde sie in alle ihre Rechte zurücktre-ten, oder umkommen"). Zu derselben Zeit hatte Kaunitz alsGesandter in Paris die inneren Verhältnisse des französischenHofes genau kennen gelernt. Sie waren in der That höchsteigenthümlich. Ludwig XV., seinen Lüsten fast völlig hinge-geben, hatte die Leitung der Staatsangelegenheiten seinen

1) Oeuvre» äs kVLääric N. 1. IV. p. 16. Uämviie, äs Nickelisu.V. VN p. 211.

2) Nudos, p. 103.