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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Die Wissenschaften.

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statthast unterdrückt und Schriften, welche sonst missiclen,verboten, wie eine schlecht gerathene Deduction der Rechteauf Schlesien, ein Buch wegen geleugneter Dreieinigkeit unddergleichen mehr'). Allen berliner Buchdruckern wurde 1742bei schwerer Strafe untersagt uncensirtc Bücher zu drucken,und 1743 wurde verboten gottlose und ärgerliche Bücher zudebitiren'). Kein Buch, welches in die Publica cinschlugoder des Königs und dessen Hauses Gerechtsame betraf, durstebei hundert Ducaten Strafe und Verlust des Privilegiumsgedruckt und verbreitet werden. Auf Antrag des Justizmini-sters wurden endlich besondere Censoren bestellt. Der Königwollte dazu vernünftige Männer, welche nicht alle Kleinig-keiten aufmutzten. Wegen scandalöscr, theils wider die Re-ligion, theils wider die guten Sitten laufender Bücher, stellteder König die, wie es heisst, seit einiger Zeit in Abgang ge- 1749kommene Büchercensur für alle in Preusscn oder von seinen >>. Mai.Unterthanen im Auslande zu druckenden Bücher wieder her.

Es wurde in Berlin eine Commission von vier Censoren fürdie theologischen, juristischen, historischen und philosophischenWissenschaften ernannt. Frei von der Censur blieben dieAkademie der Wissenschaften und die Universitäten für ihreSchriften, doch sollten alle das deutsche Reich und Preusscnbetreffende Staatsschristcn eingeschickt, aber bei hundert Tha-lern Strafe nur Carmina von Localbehörden zum Drucke »er-stattet werden. Natürlich hieß cs, man wolle keineswegs an-ständige und ernsthafte Untersuchungen der Wahrheit hindern,sondern nur dem steuern, was den allgemeinen Grundsätzender Religion und der moralischen und bürgerlichen Ordnungentgegen sei.

Friedrich selbst nahm in Beziehung auf die Presse keinebesondere Rücksicht für sich in Anspruch. Er wollte aufrich-tig freie geistige Entwickelung, so weit sie nur seinem Staats-interessc nicht unmittelbar cntgegentrat oder nachthcilig schien.

1) ^cta bistorico-ecclesinsticL. XI. p. 286.

2) S. was Preuß im Leben Friedrichs des Großen Th. HI.S. 251 ff. und an anderen Stellen, wie gewöhnlich, bunt durch einan-der gesammelt und genau und ungenau angeführt hat.