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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Fortschritte der Oesterreicher.

wie die mährischen Brüder') überall freie Religionsübung,ohne doch die Katholiken in deren Rechten beeinträchtigen zu^ dürfen, worauf der König streng hielt'). Zwar befahl er,j daß in den katholischen Pfarrsprengeln, in denen keine evan-I gelische Bethäuser waren, den evangelischen Einwohnern frei! stehen solle, ihre Begräbnisse auf den katholischen Kirchhöfen zu! besorgen, doch ohne den katholischen Pfarrern die ihnen zustehen-> den Gebühren zu entziehen'). So beruhigte er die an Gehorsamgewöhnte, durch die Ereignisse eingeschüchterte und fügsamekatholische Geistlichkeit, wenn er sie auch nicht gewann. Mitdem Bischöfe von Breslau, dem Cardinal Grafen Sinzendorf,stand er, wie wir schon gesehen, in gutem Vernehmen undbewies ihm ausgezeichnete Achtung, was dieser damit vergalt,daß er die Katholiken zur Verträglichkeit mit den Evangelischenermahnte, es verbot, sie Ketzer zu nennen und ihr Abendmahlmit dem höchst schimpflichen Worte: stoppen zu belegen^).

Oer König selbst benahm sich persönlich gegen katholischeGeistliche sehr herablassend und freundlich, wohnte auch, waser überhaupt sehr selten that, mit seinen Brüdern Wilhelm 1742und Heinrich dem Gottesdienste in der Marienkirche der 8 . Juli.Augustiner Chorherren in Breslau bei, wo ihn die Prälatenund Geistlichen feierlich am Eingänge empfingen. Der Bi-schof predigte, der Dompropst Graf Schaffgotsch hielt daS1 Hochamt'). Manchen stimmte das wohl für ihn, wie erdenn durch Unparteilichkeit in seinem Verfahren, durch un-^ verwehrten Zutritt zu seiner Person und wohlwollende An-i spräche auch deS geringsten Unterthanen ohne Vorzug einer

' I) ^ota bist. ecoles. vm. p. 66. Bergt, überhaupt Hensels pro-t testantische Kirchengeschichte Schlesiens S. 703 ff. Auch die unter der- österreichischen Regierung vertriebenen Schwenkfetder erhielten Wohnsitzei Äs Kolonisten am 8. März 1742. äcts, bist. eccle». VI. g. 380.

I 2) ^.cto. bist, eccles. VI. p. 206 u. 347 in Beziehung auf des! steldpredigerS Abel Uebergriffc und VIII. x>. 564. Bergt. Hensels Kir-chengeschichte S. 712.

^ 3) Vota bist, eccles. VH. g. 535.

4) ^cta bist. eccle». VII. p. 204 vom 28. August 1742 bald nach! dem breslauer Frieden.

5) Heldenleben II. S. 694.