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Buch VII. Zehntes Hauptstück.
drichs Bemühungen, eine Gewährleistung des breslauer Friedens1743 von Rußland zu erlangen, vergeblich waren, während dieses dochAugust seit dem ehrenvollen Frieden mit Schweden freie Hand hatte.
Günstig für Friedrich war es, daß wegen der dem früher in Pe-Scpt. tersburg gewesenen österreichischen Gesandten Botta schuldge-gebenen Theilnahme an einer Verschwörung oder doch Verbin-dung vornehmer Russen gegen die Kaiserin Elisabeth zwischendieser und Maria Theresia eine Spannung eintrat, die zuerhalten Friedrich nach Kräften bemüht war'). Jetzt erhielter nicht nur die Erneuerung eines von Friedrich Wilhelm I.mit Katharina!, geschlossenen Vertrags, sondern es trat auchNov. Elisabeth dem breslauer Vertrage förmlich bei, was einerGewährleistung gleich geachtet wurde ^). Elisabeth war ineiner so günstigen Stimmung für Friedrich, daß sie ihn er-suchte, ihr eine deutsche Prinzessin zur Gemahlin für ihrenNeffen und Thronfolger Peter vorzuschlagen. Er wählte dazudie Tochter des in seinen Diensten als General stehendenFürsten von Zerbst, welche später als Katharina II. den rus-sischen Thron bestiegt). Seine eigene Schwester vermählteer mit dem Prinzen Adolf Friedrich, dem Thronfolger Schwe-dens , dessen er sich gegen Christian VI. von Dänemark ange-nommen hatte, der seinem Kronprinzen die Nachfolge inSchweden zu verschaffen bemüht gewesen war"). Den damalsmächtigen russischen Minister Bestuchef gewann er durch Ge-schenke °).
1) Heldenleben II. S. 931. Adelung III. 2. S. 288.
2) Nachricht bei Ranke III. S. 123. Die Verträge sind nichtgedruckt.
3) Adelung V. S. 150. Ranke HI. S. 125. Seine SchwesterAmalie hatte Friedrich nicht geben wollen bei der Unsicherheit des rus-sischen Thrones. Elisabeth soll das nicht übel genommen haben. Dochsoll Friedrich sich auch über die unsichern Lage der russischen Monarchenund sonst nachtheilig über Elisabeth geäußert haben, was den Grundzum lebenslänglichen Grolle gelegt. Biographie Peters Hl. Lhl. I. S. 17.
I) Adelung III. 2. S. 283. Vergl. Ranke IN. S. 130. «ist.de mon temps cl>. IX. p. 28 f.
5) Ilistoire de mon temxs ob. IX. p. 29. Vergl. Vslori I. p. >81 f.u. 192. Heldenleben II. S. 973.