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Buch VII. Zehntes Hauptstück.
achtzig Jahre später Georg IV. Wie dieser hätte auch ergern Hannover an Preußens Stelle in Deutschland gesetzt.Dazu hielten die englischen Staatsmänner fest an Oesterreich,als dem natürlichen Gegner Frankreichs und daher dem Ver-bündeten Englands, während Friedrich sich mit Frankreichverbunden hatte. Daher meinte auch Lord Hyndford nochnach dem breslauer Frieden, wenn der König von Preussenzufrieden wäre, eine untergeordnete Rolle wie früher immerdas Haus Brandenburg zu spielen, so würde er in der Wag-schale Europas nach Würden wiegen '). Friedrich II. hattejedoch zunächst dem unglücklichen Kaiser, den er nicht zuGunsten Oesterreichs untergehen lassen wollte, dadurch einigeUnterstützung zu verschaffen gesucht, daß er sich bemüht, denKrieg von Deutschland abzuhalten. Als daher Georg II.das sogenannte Heer der pragmatischen Sanktion in Flandernsammelte, hatte Friedrich II., wie wir gesehen, sich dem Ein-rücken desselben in Deutschland entschieden widersetzt. Er hättedem Kaiser gern auch ohne Opfer für Oesterreich Frieden unddurch einige zu säcularisirende Bisthümer Ersatz seiner Verlusteverschafft, um ihn so völlig vom französischen Interesse zutrennen, doch ging selbst England darauf nicht ernstlich ein').Oesterreich benutzte das, die katholischen Fürsten, vorzüglichdie Bischöfe dagegen in Bewegung zu setzen, so daß der neueösterreichisch gesinnte Kurfürst von Mainz eher das Märty-rerthum übernehmen iwollte und schon an eine Vereinigungder katholischen Fürsten dachte, um sich einer Säkularisationmit Gewalt zu widersetzen. Das Geschrei wurde so groß,
mer Osnabrück, Paderborn und Hildesheim erhalten solle. AdelungIII. 2. S. 251 vergl. Valorl I. x. 178. Wie weit Oesterreichs Ueber-muth in seinen Forderungen bereits ging, zeigt selbst Milbiller in s.neuern Geschichte d»r Deutschen XIII. S. 167 aus den Aktenstücken undLaß sogar Sachsen Nb»r ein so ungesehmäßiges Betragen sein Befremdenäußerte.
1) Raumer S. 182. Sie würden damals mit der Politik, welchePreussen hundert Jahre später hatte, vollkommen zufrieden gewesen sein.
2) Georg hatte nichts dagegen, wenn man sich mit Oesterreich darü-ber verständigen könne. Das war natürlich dagegen. Ranke III S. 19.Vergl. Raumer.S. 186.,