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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VH. Zehntes Hauptstück.

1743 Rheinufer, griff den König Georg II., der sich selbst an die27. Juni. Spitze seines Heeres gestellt hatte, übereilt bei Dettlingenan, wurde geschlagen und zog sich langsam über den Rheinin die Pfalz zurück. Dorthin solgte ihm Georg II., währendder Herzog Karl von Lothringen in das Elsaß einzudringensuchte und von dem für Oesterreich günstig gestimmten Volkemit Jubel ausgenommen wurde, während es die Franzosenhasste und den Kaiser verspottete').

Wie hob sich damals nicht die Brust der kurz vorher sosehr bedrängten Maria Theresia. Sie hatte sich eben in Pragkrönen, in Oesterreich huldigen lassen. Mit unermeßlichemJubel wurde sie in Wien empfangen. Sie wollte jetzt Lo-thringen zur Entschädigung für sich erobern und unterdessenBaiern behalten, bald wollte sie dieses für immer behauptenund den Kaiser dafür höchstens im Elsaß oder Lothringenentschädigen; dann wollte sie den Kaiser, der auch aus Frank-furt hatte flüchten müssen und sich nun ganz in den Händender Franzosen befand, ganz vom Throne stoffen und ihrenGemahl darauf setzen. Frankreich dachte schon nicht daran,dem Kaiser mehr als die Rückgabe seiner Staaten zu erwir-ken^). Der unglückliche Kaiser wollte auf alle Ansprüche anOesterreich verzichten, um nur seine Erblande zurückzuerhalten.Er verlangte nur Geld, um seine Würde zu behaupten.Georg II. war dafür, der Kaiser solle im Vereine mit demReiche die Franzosen zur Herstellung des allgemeinen Friedensnöthigen. Friedrich II. hatte nichts dagegen, nur wollte ernicht selbst gegen das noch immer mit ihm verbündete Frank-reich ziehen. Alles das zerschlug sich, weil Oesterreich jetztnicht nachgeben wollte').

1) Loens Schriften II. S. 316.

2) Zn dem engen Bunde Frankreichs mit Spanien 25. Oct. 1713zu Fontainebleau ist nur noch allgemein die Rede von der Bemühung,dem Kaiser die Rückgabe seiner Erblande und freilich noch eine Erwei-terung derselben zu verschaffen.

3) Ranke III. S. 67. In einem Schreiben an Khevenhiller vomI. 1713 zu Anfänge des Feldzugs sagt sie, die Freiheit Europas könnenicht bestehen, wenn nicht das Haus Bourbon eingeschränkt und demErzhause aufgeholfen würde. Für das allgemeine Beste ist immer jedesEinzelner Bortheil am nöthigsten.