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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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155
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Huldigung. 155

Mederschlesien verlassen mussten. Ihre Besitzungen und Ein-künfte wurden sequestrirt. 1741

Am nächsten Sonntage wurde ein Huldigungs- und Dank- >3. Aug.fest in den katholischen und evangelischen Kirchen gefeiert. DasKirchengebet nicht mehr für Maria Theresia, sondern für denKönig von Preussen gehalten, wie denn auch Schwerin dienach dem Tode des Kaisers noch fortdauernde Trauer ab-gestellt hatte.

An die Spitze des Magistrats wurde der preussische Kriegs-rath Blochmann als Director gestellt. In den nächsten Tagennach der Einnahme Breslaus wurde dem Könige auf dessenBefehl auch in Ohlau, Liegnitz und Schweidnitz von Geist-lichen und Weltlichen beider Confessionen gehuldigt, und weildie Magistratsbeamteten sich zum Theile weigerten, den Amts-eid zu leisten, zum Theile dem Könige selbst unangenehmwaren, so wurden ihre Stellen durch Andere ersetzt'), auchüberall der kaiserliche Adler mit dem preussischen vertauscht.

Der König rief darauf seine Unterthanen, besonders die Nieder- 31. Aug.schlesier,'aus österreichischen Diensten ab, nachdem das Erz-haus Oesterreich die gütlichen Handlungen, die er zu ver-schiedenen Malen angetragen, hochmüthig ausgeschlagen undvorzüglich (24. März) ein anzügliches Patent erlassen, um dieschlesischen Vasallen irre zu machen. Der Eid an die Königinvon Ungarn sei null und nichtig, er zähle zum Ueberflusse da-von los").

Bald darauf richtete er die Accise in den Städten seinesHerzogthums Niederschlesien wie in seinen andern Ländernein°). So zeigte er sich in jeder Beziehung völlig entschlos-sen mindestens Niederschlesien zu behaupten, er sah es schonals eine seiner Provinzen an.

Während der Zeit zogen der König und Neipperg mit ihrenHeeren in kleinen Märschen, wie Schachspieler, sehr vorsichtig

1) Ausführlich Heldenleben II S. 277.

2) Schlesische Kriegs - Ksms IX. S. 44. Gesammelte NachrichtenTh. III. S. 170.

3) Kriegs-kÄw» IX. S. 49 u. 61. Heldenleben n. S. 301 mitnähern Umständen.