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Entwurf gegen Preussen.
wegen seiner Arbeitsamkeit und Unbestechlichkeit so großenEinfluß hatte, daß er die Geschäfte im Wesentlichen leitete,reizte sie noch mehr gegen den König. Er war über diesenso aufgebracht, daß er gegen den englischen Gesandten be-hauptete, den König auf den rechten Weg bringen zu wollen,ohne ihn zu rüffeln, heiße einen Mohren weiß waschen wollen.
Seine Freundschaft werde nachtheiliger als seine Feindschaftsein, wie das schon bei Friedrich Wilhelm I. der Fall gewesen.
Man müsse Preussen ganz entwaffnen').
Die Erbitterung der überspannten österreichischen Großen 1741ging so weit, daß der Entwurf zu einem Bündnisse zwischen Februar.Oesterreich, den Seemächten, Rußland und Sachsen gemachtwurde, den vom Könige von Preussen gestörten Frieden wiederherzustellen und ihm einen großen Theil seiner Länder zunehmen. Hannoveraner mit Dänen und Hessen in englischemSolde sollten von der einen, die Sachsen von der andern, dieRussen von der dritten Seite Preussen angreifen, währenddie Oesterreicher Schlesien zurückeroberten. Münnich widersetztesich dem so lange, bis er abtrat°). März.'
Den König veranlasst« sein nicht unbegründetes Mis-trauen gegen Sachsen schon im Januar Vorkehrungen zurAusstellung eines Heeres von 27 Bataillonen und 26 Schwa-dronen unter dem alten Fürsten Leopold von Dessau zu treffen,welches mit dem 1. April zum Feldzuge bereit sein sollte. Erverstärkte sein Heer in Schlesien und begab sich bereits Ende
1) Raumer S. 111- Cox S. >2>.
2) Der Entwurf bei Adelung II. S. 273 u. IH. 2. Beilage 10.aus den im I. 1742 dem Parlamente vorgelegten Actcnstückcn. Sachsensollte nach Art. 7. auch seinen Theil von den rechtmäßig eroberten Län-dern des Angreifers erhalten. Rach Art. 10. wurde die Lheilung derdem Könige von Preussen vor dem gegenwärtigen Kriege gehörigen, durchdie Waffen der Verbündeten eroberten Plätze und Länder besonder» künf-tigen Abkommen Vorbehalten, doch verzichtete Maria Theresia (wie auchspäter bei Wiederaufnahme dieser Entwürfe) auf diese Bortheile im glück-lichen, wollte aber auch nichts missen im unglücklichen Falle; Schlesienaber wollte sie jedenfalls wieder haben. S. auch den Brief Friedrichsbei Orlich I. S. 317 vom 17. März 1741 über das detestable Projectdes wiener und sächsischen Hofs gegen ihn, das er von Petersburg auserhalten. Vergl. Ranke II. S. 258.