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4 (1851) Von 1739 bis 1756
Entstehung
Seite
116
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116 Buch Vll. Sechstes Hauptstück.

Maria Theresia einen Theil Schlesiens an Preufsen überlassenhätte'). Dazu war diese aber durchaus nicht zu bewegen,weil, meinte sie, eine Abtretung allgemeine Forderungen undeinen allgemeinen Krieg zur Folge haben werde °). Siewar überzeugt, England werde sie nicht verlassen. MariaTheresia hoffte immer noch, Fleury werde den Frieden er-1741 halten können. Zn Rußland hatte sich Münnich mit der Re-MLrz. gentin Anna überworfen. Diese wurde für Oesterreich ge-stimmt, vorzüglich als der König von Polen den schönenGrafen Lynar nach Petersburg schickte, der sie völlig gewann.Sie erklärte dem österreichischen Gesandten Botta, sie werdeder Königin 30 bis 40,000 Mann zu Hülfe schicken').

Der Kurfürst von Sachsen und König von Polen, odereigentlich sein Minister Brühl, hatte sich gestellt, als wolleer, um selbst etwas zu gewinnen, mit Preufsen Zusammen-halten. Er wurde aber für Oesterreich gewonnen, durch dieAussicht, das Hcrzogthum Crossen und damit die Verbin-dung zwischen Sachsen und Polen zu erhalten ^). BenutzteFriedrich II. den Protestantismus, so weit er noch politischlebendig war, für sich, so regte Maria Theresia bei den ka>tholischen Höfen Besorgnisse darüber an, daß die Katholikenin Schlesien könnten unter einen protestantischen Fürstenkommen. Sie wendete sich an den Papst, an Polen'). DerPapst erließ wirklich ein Breve an die katholischen Fürstenim Reiche, als bedrohe sie der König von Preufsen'). ZnPolen wurden Besorgnisse vor preussischen Umgriffen erregt.Alles das hob Maria Theresias Muth. Bartenstein, der alleinunter ihren uneinigen Ministern ausser Kenntnissen und Kopfauch Entschlossenheit besaß und auf Maria Theresia zugleich

1) Auch in Holland war man im Februar 1741 dafür. AdelungII. S. 243.

2) Raumer S. II2. Bericht vom 28. März 1741.

3) Zwei AbmahnungSschreiben, welche sie an den König 27. Decem-bcr 1740 und 25. Februar 1741 erließ, hat Adelung II. S. 183 u- 246.

4) Raumer S. 257.

5) Ohlenschläger II. S. 259.

6) Adelung II. S. 287. Heldenleben I. S. 762.