Frankreich.
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Vaterlandes zu jeder Unternehmung bereiten Marschalls vonBelle-Jsle und seines Bruders bald mehr Eingang'), demfriedliebenden Cardinal Fleury gegenüber, welcher übrigensauch nicht daran dachte, die von Frankreich gewährleistetepragmatische Sanction zu vertheidigen. Belle-Jsle glaubte,jetzt sei der günstige Zeitpunkt gekommen, die österreichischeMonarchie zu Gunsten der Mächte zweiten Rangs, welcheFrankreich nie gefährlich werden konnten, völlig zu schwächen.
Die Königin Elisabeth von Spanien wollte ihrem jüngernSohne Philipp in Oberitalien ebenso ein Stück Landes ver-schaffen, wie ihr das früher für ihren altern Sohn Karl mitNeapel und Sicilien gelungen war. Vorwand war, daß dieBourbons in Spanien in alle Erbrechte des Habsburger Hausesgetreten, wie sie Karl V. festgesetzt. Der König Karl Em-manuel von Sardinien hoffte ebenfalls für sich etwas in Ita-lien zu gewinnen und rüstete wie — Spanien"). Preußen,
Sachsen und Baiern sollten den grössten Theil der öster-reichischen Besitzungen in Deutschland erhalten, so daß MariaTheresia auf Ungarn und Steiermark, Kärnthcn und Krambeschränkt würde, Baiern dazu die Kaiserkrone erhielte, weilder Großherzog von Toscana immer suchen würde, sein anFrankreich abgetretenes Stammland Lothringen wieder zu er-werben"). Dann würde Frankreich die einzige Hauptmacht,gegen welche die Seemächte nichts vermöchten, zugleich Herrund Schiedsrichter in Europa sein. Der Kurfürst von Baiernging sogleich auf die ihm von Frankreich gemachten Anträgeein. Für Friedrich II. war, nachdem Maria Theresia seineAnträge so entschieden, so stolz zurückgewicsen, unstreitigFrankreich, der natürliche und vieljährige Gegner Oesterreichs,die geeigneteste Macht, um ihn zu unterstützen. Auf die ersten,sehr vorsichtig ganz allgemein gemachten Eröffnungen erwiedcrte 1741Fleury, die Gewährleistung der pragmatischen Sanction binde 25. Jan.
1) Seit Ende Novembers 1740. Adelung II. S. 193.
2) Ohlenschlager II. S. 29. Anfänglich wollte Frankreich dieSpanier nicht durch sein Land zum Angriffe auf Italien gehen lassen.
Adelung II. S. 233.
3) 8ist,oirs äs won tsmp» ob. IV. p. 93.
Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. IV. 8