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Buch VlI. Fünftes Hauptstück.
des Salzes, drohte aber auch, jeden Widerstand der Bürgerund Bauern scharf zu bestrafen; doch hatte das in diesenGegenden keinen Erfolg. Die Oesterreicher thaten, was sievermochten, die Gebirgspässe unwegsam zu machen. DasLandvolk in Mähren und Ungarn wurde aufgeboten undTruppen rückten eilig herbei, um mit denselben die Grenzenzu vertheidigen, was sic nicht vermocht haben würden, wenndie Preussen hätten weiter Vordringen wollen. Es scheintnicht, daß diese bis Wien hätten aufgehalten werden können,allein das lag nicht in der Absicht des Königs, welcher Schle-1741 ssen behaupten, nicht aber die österreichische Monarchie zer-26. Jan. stören wollte. Er ging jetzt, als die Jahreszeit den Kriegs-bewegungen auf einige Wochen Stillstand gebot, nach Berlinzurück und sein Heer bezog unter Schwerins Oberbefehl baldweitläufige Winterquartiere, in denen cs nur durch leichteReiterangriffe beunruhigt wurde, in welchen die Oesterreicherdurch Zahl, Gewandtheit und unternehmenden Geist eineentschiedene Uebcrlegenheit über die Preussen bewiesen; natür-lich ohne entschiedenen Erfolg. Ueberhaupt war in dem vor-herrschend katholischen Oberfchlesien die Stimmung gegen diePreussen sehr verschieden von der im vorherrschend protestan-tischen Niederschlesien. Während die glogauer Stände nurbeschlossen hatten, den Preussen keine Unterstützung zu gewäh-ren, beschloß der große Bundesausschuß der FürstenthümerOppeln und Ratibor am 9. Januar einstimmig, ungeachtetdes Mangels an baarem Gelde, der Königin mit einemDarlehn von 50,000 Gulden, dem Landesaufgebote und über-haupt mit Gut und Blut beizuspringen. Das Domcapitelvon Breslau bot ihr ebenfalls 50,000 Gulden an.