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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Einnahme Schlesiens. '

und Landmiliz vertheidigt wurde'). Außer den FestungenGlogau und Brieg, welche nur eingeschlossen wurden, hieltsich allein Neisse. Diesen festen Platz vertheidigte trotz derschwachen Besatzung, aber thätig unterstützt von der eifrigkatholischen Bürgerschaft, der tapfere Oberst Roth mit großerEntschlossenheit. Vergeblich ließ der König die Stadt mehrere 1741Tage hindurch heftig beschiessen und zu deren großem Scha- 15. bisden mit Bomben bewerfen, Roth blieb unerschüttert. Weil 2l. San.eine Erstürmung des Platzes bei den trefflichen Anstalten deSCommandanten unthunlich schien und die Strenge der Witte-rung dazu nöthigte, verwandelte der König die Belagerung^ in eine Einschliessung, um die Truppen in die Quartiere legenzu können").

Unterdessen hatte Schwerin, ohne bei dem sich vor derUebermacht über Zägerndorf nach Mähren zurückziehendenBrown, ausser in einem leichten Gefechte bei Gratz unfernTroppau Widerstand zu finden, sich auch des übrigen Ober- 31. Zanischlesiens bis zum Zablunkapasse und bald auch der verfallenen, S. Febr.kaum verteidigten Schanzen desselben bemächtigt'), und be-drohte Mähren. Er erklärte allen Schlesiern und Mähren,er habe nicht die Absicht, ihnen den geringsten Schaden zu-fügen zu wollen und gestattete zum Beweise die freie Einfuhr

1) Außer mehreren handschriftlichen Berichten s. KL gl erL Chronikvon Glatz aus gleichzeitigen Nachrichten. Als die Preussen anrückten,wurden von der streng katholischen Glatzer Geistlichkeit vicrzigstündigeGebete angeordnet. Die Lutheraner deS Dorfes Giendorf werden beschul-digt, den Preussen den Weg durch den Warthapaß gezeigt zu haben.

Eine weiße Gestalt sollte in der Nacht erschienen sein und die Preussengeschreckt haben, wo deshalb im folgenden Jahre, um das Andenken zuerhalten, eine Bildsäule der Jungfrau Maria errichtet wurde, welchenoch steht.

2) Maria Theresia belobte II. Februar 1741 die Neisser Bürger-schaft sehr. Gesammelte Nachr. I. S. 236 vergl. Maria Theresias LebenI. 336. Adelung II. 228. Die Bürgerschaft in Neisse schrieb darVerdienst der erwirkten Aufschiebung der Belagerung dem heiligen Jacob,dem Patrone der Stadt zu und ließ aus der Hauptkirche eine großekupferne Kugel mit dessen Bilde und einer schmeichelhaften Inschrift alSRetter der Stadt aufstellen.

3) Oesterreichische milit. Zeitschrift vom Z. 1827 I. S. 150.

Stenzel, Gesch. d. Preussisch.,Staats/ IV. 7