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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Einnahme Schlesiens.

durch das schweidmtzer Thor in die Stadt, welche seit 120Jahren keinen König gesehen, unter großem Zulaufe undfreudigem Zurufe') der Menge, welche er durch häufiges Ab-nehmen des Hutes begrüßte. Er besichtigte sogleich die Stadtund die Festungswerke, lud täglich die Abgeordneten desMagistrats, die Domherren, unter ihnen vorzüglich den le-benslustigen Grafen Philipp von Schaffgotsch, die Prälatender vornehmsten Klöster, den evangelischen Inspector Burgund andere geistliche und weltliche angesehene Männer wiedie Grafen Schönaich und Proskau zur Tafel, unterhielt sichmit ihnen auf das Freundlichste, trank auf das Aufnehmender Stadt Breslau, gab dem anwesenden Adel und demRathscollegio einen Ball, tanzte mit der Gräfin Schlegenberg,in deren Hause er wohnte, wie mit andern Damen und ge-wann durch ein solches von einem gekrönten Haupte in Breslaunie erfahrenes Benehmen die Herzen, wie er auch die Be-sorgnisse der Katholiken einigermaßen beschwichtigte. Nurdem Oberamtsdirector Grafen Schaffgotsch und den Ober-amtsräthen, über deren Patent gegen den Einmarsch und dann,daß sie ihn nicht empfangen hatten, er unzufrieden war, ließer eine Stunde nach seiner Ankunft vermelden, daß IhreMajestät nunmehr weder Oberamt, noch Oberamtsdirectormehr anerkennten, ihnen daher bei Leibes- und Lebensstrafebeföhle, sich aus Breslau binnen 24 Stunden hinwegzube-geben °), was ungeachtet der Vorbitte der Kaufmannsschaftauch vollzogen werden musste'). Die kaiserliche Kammer, die

1) Das Letztere wird bestritten im Hcldenleben I. 548 wahrscheinlichaus der ältesten schlesischen Kriegs-b'smu VII. S. l3, dagegen behaup-tet in dem Schreiben eines preusflschen Officiers vom 5. Januar 1741kaum VII. Beil. 7- S. 61 ferner in der Nachricht eines katholischenGeistlichen: Inter eonvursuin et zubilum populi.

2) So die handschriftliche gleichzeitige Geschichte des Oberamts, daßschon die preussischen Commissare mit ihm umgegangen, erklärte derOberamtsdirector 2. Januar Kama VII. S. 5: daß er wegen der Aus-drücke des vom Oberamte erlassenen Patents vom 18. Dec. habe sollenRechenschaft geben, dazu Befehl gehabt zu haben. Das. S. 14. Dortausführliche Nachrichten mit Berichtigung dessen, was die GesammeltenNachrichten II. S. 138 enthalten.

3) Es mag dahin gestellt bleiben, ob er bei seinem Weggange ge-