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Buch VIl. Fünftes Hauptstück.
Einmärsche') sowohl in Schlesien als anderwärts die Ver-muthung hcrvorbrachte, der König handle im geheimen Ein-1740 Verständnisse mit Maria Theresia"), so erließ das Oberamt18. Dcc. dagegen ein Patent, in welchem es erklärte, daß zum Ein-rückcn der Preusscn weder die Königin noch das Land dengeringsten auch nur scheinbaren Anlaß gegeben, auch damitnicht einverstanden sei, weshalb die Königin befohlen, dage-gen zu protcstiren und das ungesäumte Zurückziehen derPreusscn zu verlangen').
In Breslau wurde unterdessen die Bürgerschaft täglichin den Waffen geübt, die junge Mannschaft, Handwerksge-sellen und Handlungsdicncr mit Gewehren aus dem städtischenZeughause versehen, und Keiner von ihnen mehr aus derStadt gelassen, kurz vor Weihnachten die Wälle mit Kanonenund Mörsern besetzt, Schanzkörbe hcraufgebracht, ein Inge-nieur-Hauptmann zum Inspector der Festungswerke angenom-men und alle Anstalten zur Gegenwehr getroffen'). Alsman einige Meilen von der Stadt bereits, Preusscn gesehenhaben wollte, schickte das Obcramt auf zehn Wagen seinArchiv weg, was die Bürger kaum zugaben. Die Kassenmussten auf Verlangen des Magistrats in der Stadt bleibenssDas Verlangen des Oberamts zur bessern Vertheidigung derStadt die ansehnlichen Vorstädte abzubrenncn, wurde vomMagistrate einstimmig abgelehnt, weil der dadurch entstehendeSchaden sehr groß sein und sich wegen der darin befindlichenschönen katholischen Kirchen und Klöster auf drei MillionenThaler belaufen, auch dadurch die Stadt bei einem förmlichenAngriffe dennoch nicht zu retten sein würde, weil keine Armeevorhanden, um sie zu entsetzen, endlich weil das den Königvon Preusscn gegen die Stadt aufbringen müsste. Die Be-
1) S. oben S. 75.
2) Was sehr allgemein der Fall war. S. das Schreiben für einigeSchlesier, die prcussische Dienste genommen, v. 29. Dcc. 174».
V. Beilage 5 u. ».
3) Gesammelte Nachrichten I. S. 14.
4) kegiva V. S. 39.
. 5) kaum V. S. 31.