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Buch VII. Viertes Hauptstück.
reich verbinden, das ihm zu diesem Zwecke und man möchtesagen, sogar wegen seiner eigenen Vorliebe für französischeBildung, auch noch gewissermaßen persönlich näher stand alsirgend eine andere Macht. Und dennoch war dem nicht so.Seine Minister meinten, man müsse dem vom äußersten Ver-derben bedrohten Oesterreich ein Schutzbündniß für alle Erb-lande in Deutschland und den Niederlanden, die Unterstützungdes Herzogs von Lothringen zur Erlangung der Kaiserkrone,Abtretung des Rechts auf Jülich und Berg und ein paarMillionen Subsidicn anbicten, und für alles das und die Ge-fahr, welche Preußen übernehme, Schlesien verlangen. DerKönig glaubte nicht wie seine Minister, daß Maria Theresiadarauf eingehen würde. Die Minister meinten dagegen, manmüsse Oesterreich nur recht deutlich machen, daß die Erhaltungseiner Macht allein auf Nachgiebigkeit gegen Preußen beruhe,welches sich mit den Seemächten und Rußland verständigenwerde, das alte Staatensystem zu erhalten, und auch dasdeutsche Reich dafür zu gewinnen. Wenn aber damit beiOesterreich nicht durchzudringcn sei, so müsse man sich aufdie Seite der Gegner desselben schlagen, sich mit Frankreichverbinden, Sachsen und Baiern für Abtretung Schlesiensunterstützen und den Kurfürsten von Baiern zum Kaisermachen; für Frankreichs Gewährleistung Schlesiens dann Bergzu Gunsten des von diesem begünstigten pfälzischen Hausesaufgebcn, sich mit Schweden und Dänemark verbinden, umgegen Rußland gedeckt zu fein, ja selbst ein Verhältniß mitden Osmancn nicht scheuen. Zn jedem Falle aber, meintensie, müsse man sich vor allen Dingen in den Besitz Schlesienssetzen, abgesehen von andern Vortheilen, die das biete, auchdarum, damit es nicht etwa von Sachsen eingenommen, oderdiesem als Ausgleichungsmittel abgetreten werde. Es warnicht unbekannt, daß König August nach dem Besitze Glogausstrebte, um eine Verbindung zwischen Sachsen und Polenzu haben.
Der König war damit ganz einverstanden. Er sagte zuPodewils: „Wenn man im Vortheile ist, soll man das be-nutzen oder nicht? Ich bin mit meinen Truppen und mitAllem bereit. Wenn ich das nicht benutze, so habe ich in