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Auswärtige Angelegenheiten.
weigerte der Fürst. Der Kaiser mahnte von Gewalt ab.Friedrich Wilhelm war bei aller augenblicklichen heftigen Auf-wallung doch zu Lhathandlungen wegen der möglichen Folgenzu unentschlossen und hätte die Herrschaft lieber wieder ver-kauft. Sein Tod hinderte weitere Schritte. Die Herstallerverweigerten, im Vertrauen auf den Schutz des Bischofs,wie früher dem Vater, so nun dem Sohne, die Huldigung,ehe er vom Lehnsherrn, dem Bischöfe, belehnt sei. Derdeshalb zur gütlichen Unterhandlung nach Lüttich abgeschickteOberst Creutz wurde gar nicht angehört, andere preussischeOfficiere mehrfach beleidigt. Der Bischof war ein stolzer Herr,der sich gern als Reichssürst zeigen wollte. Der König foü>ertedaher (7. September) durch den Geheimen Rath Rambonnet ineinem scharfen und drohend abgcfassten Schreiben den Bischofauf, sich binnen zwei Tagen unumwunden zu erklären, ob erseine prätendirte Souverainetät über Herstall behaupten unddie rebellischen Untcrthanen in ihrem Ungehorsam ferner schützenwolle oder nicht. Der Bischof erhielt das Schreiben erstam 9. September, antwortete mündlich ausweichend, dann(11. September), indem er seine Souverainetätsrechte zu be-weisen suchte, sich aber erbot, des Königs Rechte auf Herstallfür 100,000 Thaler zu kaufen.
Als der König des Bischofs Antwort nicht so schnell,wie er verlangt und erwartet hatte, erhielt, erließ er vonWesel aus (11. September) eine Bekanntmachung, welche erselbst verfertigt haben soll: er habe sich durch das Verfahrendes Bischofs von Lüttich genöthigt gesehen, das ihm zuge-fügte Unrecht zu ahnden, als einziges Mittel, seine Gerecht-same zu vertheidigen und das unanständige Benehmen des Bi-schofs gegen die preussischen Abgeordneten, und daß derselbe desKönigs Schreiben verächtlichcrweise gar nicht beantwortet, zurächen, weil allzugroße Mäßigung den Schein der Schwächetrage. Deshalb habe er einige Völker in die(lüttichsche) HerrschaftHorn einrücken lassen, bis es dem Bischöfe gefallen werde, aufbessere Gedanken zu kommen und sich zu einem gerechtenVergleiche zu bequemen. Zugleich rückten unter dem GeneralBork gegen 2000 Mann preussischer Reiter und Fußvolksmit Geschützen ein, welche ausser reichlicher Verpflegung 20,000