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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VH. Erstes Hauptstück.

Indem er darauf sehr scharf über die päpstliche Herr-schaft, die ungerechten Mittel sie zu erweitern, die schmuzigeHabsucht, um Neffen, Maltressen und Bastarde zu belohnen,spricht, findet er es sonderbar, daß die Völker sich so ge-duldig von solchen Fürsten drücken liesscn, nicht die Augenüber die herabwürdigenden Laster und Ausschweifungen derGeistlichen öffneten und von einem Haupte mit Tonsur er-trügen, was sie von keinem mit Lorbeeren bekränzten Hauptedulden würden. Freilich wundere sich darüber nicht, wer dieMacht des Aberglaubens über Dummköpfe kenne und wisse,daß die Religion eine alte Maschine sei, die sich nie abnutzenwerde, die man vielmehr zu allen Zeiten gebraucht habe, sichder Treue der Völker zu versichern und die menschliche Ver-nunft zu zügeln. Diejenigen, welche Himmel und Hölle, Gottund Teufel zur Erreichung ihrer Absichten in Bewegungsetzten, wüssten sehr wohl, was sie vermöchten. Indem erFerdinand von Aragonien tadelt, weil dieser die Religionzum Deckmantel seiner Entwürfe benutzt habe, meint er, essei sehr gefährlich für einen Fürsten dem Volke zu lehren,man dürfe wegen Glaubensartikel Krieg anfangen; denn dashabe die Reiche immer geschwächt. Die Politik gebiete demFürsten, nicht an dem Glauben seiner Völker zu rühren, viel-mehr die Geistlichen und das Volk so viel als möglich tolerantzu machen, das stimme zugleich mit dem Geiste des Evan-geliums überein, welches Frieden, Menschlichkeit und Erbar-men gegen die Brüder predige, und mit dem Interesse derFürsten; denn indem diese den Fanatismus in ihren Staatenausrotteten, räumten sie zugleich die ihnen gefährlichste Klippehinweg, weil die Treue der Untcrthanen nicht gegen den Fa-natismus Vorhalte, der auch Meuchelmördern zum Lohne fürihre Verbrechen den Himmel öffne. Ein Souverain könnedaher nicht genug Verachtung gegen die leeren Wortstreitig-keiten der Priester zeigen und nicht sorgsam genug den Aber-glauben ersticken und die Religionswuth, welche dem folge.

Für die Sicherheit des Staates verlangt er erfahrungs-gemäß Nationaltruppen als die besten, bei dem Mangel anEinwohnern möge man im Nothfalle eine Anzahl von Söld-nern annehmen, doch nicht als selbstständige Banden, sondern