Druckschrift 
4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Rheinsberg. Antk-Macchiavcll.

für die Welt als schlechte Moral und zügellose Leidenschaftender Könige. Ich wage es, die Menschlichkeit gegen ein Un-geheuer zu vertheidigen, welches sie vernichten will. Ich habezu jedem Hauptstücke meine Betrachtungen gefügt, damit dasGegengift sogleich bei dem Gifte sei."

Er geht davon aus, der Hauptgegcnftand für einenKönig müsse die Gerechtigkeit sein. Er müsse das Wohl desVolkes, welches er regiere, jedem andern Interesse vorzichen.Er zeigt, daß der Fürst, weit entfernt unbeschränkter Herrseiner Untcrthancn zu sein, wirklich nur der Bediente (clo-mestiiue) desselben sei. Der Fürst habe vorzüglich die Ge-rechtigkeit zu verwalten und das Volk zu schützen, keinMensch aber ein Recht, sich eine unbeschränkteHerrschaft über seine Mitmenschen anzumaßen,vermöge deren er über ihr Leben und ihre Güterverfügen und sie unglücklich machen könne, wennes ihm beliebe. Die Gesellschaften wären nicht dazu ge-bildet worden, um der Wuth eines Schändlichen oder demInteresse eines Ehrgeizigen zu dienen. Die Regierenden solltender Welt ein Beispiel der Tugend geben.Ich behaupte,"sagte er,daß sie verpflichtet sind, die irrige Ansicht überdie Politik zu zerstören, die man für den Inbegriff der Schur-kerei und der Ungerechtigkeit hält, während sie nur das Systemder Weisheit der Fürsten ist." Diese sollten aus den Ver-trägen jede Zweideutigkeit und Unredlichkeit entfernen undRechtschaffenheit und Aufrichtigkeit wieder Herstellen, welcheman nicht mehr unter Fürsten finde. Im eigenen Interesseder Fürsten sei es aber, keine Schurken zu sein, indem siedoch die Welt nur einmal betrügen könnten und dann allesVertrauen verloren hätten. Eher könne man ihnen den Un-glauben Nachsehen, insofern Verirrung der Spekulation nichtVerderben des Herzens mit sich bringe. Das Volk werdeauch einen ungläubigen Fürsten, der ein rechtschaffener Mannsei und cs glücklich mache, mehr lieben als einen rechtgläu-bigen Bösewicht.

Jeder Fürst solle sich einen wohl durchdachten, genauzusammenhängenden Plan für sein Handeln entwerfen undso immer folgerecht verfahren.Rechtmäßig," fährt er fort,