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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VH. Erstes Hauptstück.

Prosa hervor." Er machte sich wohl luftig über seine Metro-manie, meinte aber, er fürchte von dieser Krankheit nie ganzgeheilt zu werden ').

Weit mehr als die Künste nahmen doch, wie er selbst sagte,die ernsten Wissenschaften seine Thätigkeit in Anspruch. Unterder Leitung seines alten Lehrers, des Obersten Sannig und.des wohlunterrichteten Majors Stille beschäftigte er sich sehrangelegentlich mit den Kriegswissenschaften.

Auf sein Regiment mußte er schon seines Vaters wegenviele Aufmerksamkeit verwenden und es gelang ihm auch durchzahlreiche lange Rekruten, welche er sich bis aus Lothringenund Ungarn zu verschaffen wusste, dessen volle Zufriedenheitdamit zu erwerben. Doch wusste er sehr wohl das Wesent-liche vom Unwesentlichen zu unterscheiden.Ich wünschte,^schrieb er an Voltaire,mein Regiment wäre durch Tapfer-keit, nicht durch Schönheit bekannt. Es muß sich nicht durchPutz und Flitter auszeichnen. Alexander führte ganz andereKrieger, als er Griechenland unterwarf und Asien eroberte."

Wir haben schon erzählt^), daß er auf seinen Wunschim Jahre 1734 dem thatenlosen Feldzuge des Reichsheeresunter Eugen gegen Frankreich beiwohnen durste. Hier zeigteer sich nicht nur als aufmerksamer Beobachter, sondern auchgelegentlich der Besichtigung der Linien von Philippsburg, alsfeindliche Kanonenkugeln zum ersten Male neben ihm ein-schlugen und Bäume an seinem Wege zerschmetterten, bewieser so viel Selbstbeherrschung, daß er gar keine Rücksicht aufdie ihm nahe Gefahr zu nehmen schien'). Wie gern hätteer nicht dem nächsten Feldzuge beigewohnt, wenn das seinVater erlaubt hätte.

Der alte Fürst von Dessau schickte ihm 1738 16 großePläne, welche auf sehr unterrichtende Weise darlegten, wieBelagerungen geführt werden müssten. Der Prinz fand (wieer dem Obersten Camas schrieb) die Beschreibung klar und

1) Noch kurz vor seinem Lode sagte er zu seinem Vorleser Lhiebault:Versemachen ist mein Vergnügen, ein wahrer Genuß, vollkommene Er-holung. r. I. x. >13 der Pariser Ausgabe der 8ouvenir8 v. Z. 1804.

2) Band IN. S. 662.

3) Preuß Friedrichs ll. Zugend. S. 252 und 258.