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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VII. Erstes Hauptstück.

sucht hatte. Nach seiner Rückkehr gewannen ihm ausgebrefteteKenntnisse, menschenfreundlicher Charakter, einnehmendes Be-tragen und unerschöpflicher Humor die Neigung des Prinzen,dessen unzertrennlicher Gesellschafter er wurde; dazu kamender classisch und durch Anschauung der schönen BauwerkeItaliens gebildete, dem Prinzen schon in Küstrin eng ver-bundene Freiherr v. Knobelsdorf, der alte wackere OberstSannig, der biedere und kenntnißrciche Major v. Stille, dercharakterfeste Hauptmann v. Fouquö, der Rittmeister Chazotund einige ausgewählte Osficiere des kronprinzlichcn Regi-ments. Andere, wie der Oberst Camas, der feurige Winter-feld, Saldern und der angenehme Bielefeld besuchten ab-wechselnd von Zeit zu Zeit Rheinsberg. Auch mit alternFreunden blieb der Prinz in enger Verbindung, vorzüglichmit dem ehemaligen sächsischen Gesandten Suhm, der nachdes Prinzen unglücklichem Fluchtversuche (1730) abberusen,als Privatmann und dann als sächsischer Gesandter in Peters-burg lebte, ein Mann, den seines Geistes und Herzens wieseiner wissenschaftlichen Tüchtigkeit wegen Friedrich gleich-mäßig achtete und liebte, mit dem er fortwährend im ver-trautesten Briefwechsel stand, ferner Duhan, sein Lehrer, demder harte König Memel als Verbannungsort angewiesen, derPrinz aber einen Zufluchtsort in Blankenburg verschafft hatte.Ich erinnere mich unablässig," schrieb er Diesem voll Dank-barkeit und Anerkennung,des glänzenden Zeugnisses, welchesAlexander der Große seinem Lehrer giebt, dem er in gewissemSinne mehr als seinem Vater schuldig sei. So tief ich 'unterdiesem Fürsten stehe, halte ich mich doch nicht für unwürdig,seinen Vorzügen nachzuahmen. Ich muß Ihnen dasselbe sagen:Meinem Vater verdanke ich nur das Leben, doch die weitvorzüglichere Entwickelung des Geistes verdanke ich Ihnen!"

Auch mit dem ebenso feurigen als milden Algarotti ausPadua, der ihn in Rheinsbcrg besuchte, knüpfte er einedauernde Verbindung an.

Dieser ausgewähltc Kreis machte Friedrichs Umgang inRheinsberg aus, in welchem er sich ungemein wohl fühlte.Glücklich sind die Menschen," schrieb er an Algarotti,welche mit Männern von Geist umgehen, glücklicher die