Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
106
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Cornelius Nepos.

m>-chen würde, wohin er seinen Marsch nehmen wolle, dießnicht glauben, sondern andere Gegenden mit Truppen zu de-ck n suchen und darauf rechnen würden, doß er etwas An-deres tbun werde, als er bekannt werden lasse. Während eralso äußerte, d^ß er nach Sardes gehen wolle, glaubte Dssa-pherncs abermals Earien decken zu müssen, sah sich aber inseiner Erwartung getäuscht und überlistet, und kam zu spätseme» Landsleuten zu Hülfe. Als er daselbst eintraf, hatteAgesilauS schon mehrere Plätze erobert und große Beute ge-mache. Da der Lacedämo, ische Feldherr den Feind in derReiterei ihm überlegen sah, ließ er sich nie mit ihm im offe-nen Feld ein, und schlug sich nur auf solchen Punkten, wodas Fußvolk wirksamer war. So schlug er denn, so oft ersich einließ, die weit größere feindliche Truppenmacht, undführte den Krieg in Asien so, daß die allgemeine Erwartungihn als Sieger betrachtete.

4. Schon ging er mit den Gedanken um, nach Persienzu ziehen, und den König selbst anzugrcifen, als er aus demVaterlande, von den Ephoren gesendet, die Botschaft er-hielt, die Athener und Böotier hätten Lacedämon den Kriegangekündigt; er solle also nicht säumen, zu kommen. HierVerdient sein Gehorsam gegen sein Vaterland eben so sehrunsere Bewunderung, als sein kriegerisches Verdienst. Ander Spitze eines siegreichen Heers, mit der sichersten Aussicht,das Persische Reich zu erobern, gehorchte er den Befehlen derentfernten Regierung mit eben der Unterwerfung, als wenn erals bloßer Privatmann auf dem Wahlplatze von Sparta ge-standen wäre. Hätten doch unsere sRömischen^ Feldherr»das Beispiel dieses Mannes sich zum Muster nehmen wollen.