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Cornelius Nepos.
V.
A l c i b l a d c s.
1. AlcibiadeS war KliniaS Sohn von Athen. Die Na-tur scheint an tiefem Manne ihre Schöpserkrafi versucht zuhaben. Denn alle Schriftsteller sind über ihn in dem Uitheileinig, daß er in Lastern und in Vorzügen die ausgezeichnetsteGröße erreicht habe. Geboren in einem Staate vom erstenRang, abstammend oon einer der angesehenste» Familien,war er zugleich der schönste Mann seiner Zeit, geschaffen fürAlles und voll Gewandtheit deS Verstandes. So war er dennauch der größte Feldherr zu Wasser und zu Land, ausgezeich-net durch überlegene Beredsamkeit, indem sein Aenßeres unds ine Sprache etwas Einnehmendes hatte, gegen daS keinRedner auskommen konnte; lhiitig, wenn die Umstände esforderten, ausdauernd, freigebig? glanzliebent, eben so sehrvor den Augen der Welt, als in seiner Lebensart*) leutse.lig, schmeichlerisch, und listig schmiegsam in jeder Lage.Ueberließ er sich der Erholung, und gab es keine Veranlas-
*) lXon minus III viia izusm victu, dunkle und verdächtige Les-art. Denn die Wörter vila urd viulus werden sonst alsgleich bedeutend zusainmengesiellt. S. Schellers Lcr. VanLiavereu sülirt die glückliche Conjectur eines Ungenanntenan: uou minus io victa czuaio Lioieru; in Taselgenstffi»wie in der Kleidung.