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Cornelius Nepos
VII.
C o n o n.
j. Conon von Athen trat in die Dienste des Staatsim Pelvponuesischen Krieg, in welchem er-auch eine bedeu-tende Rolle spielte. Er befehligte nämlich nicht nur als Feld-herr die Landtruppen, sondern zeigte sich auch während sei-nes Oberbefehls über die Flotte als Seeheld. Man zeich-nete ihn deswegen auch besonders aus, und übertrug ihmallein den Oberbefehl über alle Inseln. In dieser Eigen-schaft bemächtigte er sich Pherä's*), einer Pffanzstadt derLacedämonier. Auch war er gegen das Ende des Peloponne-stschen Kriegs Befehlshaber der Athenischen Truppen, alsdiese bei Aegos-Potami**) von Lysander völlig besiegt wur-den, war aber gerade nicht zugegen und darum ging cs sounglücklich***). Denn er war ein eben so guter Kenner der
*) Höchst wahrscheinlich war dieß die Seestadt Pherä im Mes-senischen Meerbusen, zu Messenien gehörig, daS aber be-kanntlich längst unter Lacedäinonischer Herrschaft stand.
**) „Aegos-Fluß." So hieß eine Stadt in Thracien am Hel-lespout.'
***) Conon war nach andern Berichte» allerdings bei diesemUebersalle Lpsanders, dessen Erfolg so unglücklich für Athenwar, noch zugegen; jedoch zu spät erst dazu gekommen,so daß er selbst kaum nur mit seinen Schiffen, die er beisich hatte, entrann. Auf jeden Fall sehen ihn die Ge-schichtschreiber alS unschuldig an dem Mißgeschicke diesesTages an.