Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
Seite
44
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4 ',

Cornelius Nepos

IV.

C i m o n.

1. Cimon, Miltiades Sohn, von Athen, mußte seinIugendalter mit einem rauhen Schicksale beginne». Da näm-lich sein Vater die ihm angeseyte Strafsumme an das Volknicht bezahlen konnte, und darüber im Staatsgefängnissestarb, so wiirde Cimon in demselben Gefängnisse festgehalten»und konnte nach den Gesehen Athens nicht eher freigelassenwerden, als bis er die dem Vater als Strafe angesetzte Sum-me bezahlt hatte. Nun hatte er seine Schwester Elpiniceeben sowohl seiner Landeesute als seiner Neigung folgend,geheirathet. Die Athener nämlich dürfen ihre Schwesternväterlicher Seits heirathen. Ein gewisser Kallias nun, einmehr reicher, als vornehmer Mann, der große Summen ausBergwerken bezogen hatte, wünschte eine Verbindung mitElpinice und machte Cimon den Antrag, daß Dieser sic ihmznr Gattin geben sollte, mit dem Versprechen, im Fall derGewährung die Summe für ihn zu bezahlen. Cimon wieseinen Antrag solchen Inhalts von sich; allein Elpinice erklär-te, sie würde nicht dulden, daß Miltiades Abkömmling imStaalsgcfängnisse sterbe, während sie es bindern könne; siewerde Kallias heirathen, sobald er sein Versprechen erfüllthätte.

2. So erhielt Cimon seine Freiheit, und schwang sichschnell zum höchsten Rang empor. Er besaß ziemliche Bered-