Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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I«.

A r i st l d c s.

1. Aristides, Lystmachus Sohn, oon Athen, war unge-fähr ein Zeitgenosse deS Themistokles. Er stritt daher auchmit ihm »m den ersten Rang im Staate, denn sie arbeitetensin ihren Ansichten der Staatsverfaffungfs einander geradeentgegen. Aber an diesen zwei Männern zeigte sich's, welcheinen weiten Vorsprung Beredsamkeit vor der Rechtschaffen-heit gewann. Denn obgleich Aristides durch Uneigenniitzig-keit sich so sehr auszeichnete, daß er, so viel wenigstens mirbekannt ist, der Einzige Mann in der Geschichte mit demBeinamen des Gerechten ist, so gelang es doch Thcmistok-les, ihn durch das bekannte Scherbengericht zu stürzen, dasihn zu zehnjähriger Verbannung verurtheilte. Als Aristidessah, daß es unmöglich sey, die aufgebrachte Menge zu besänf-tigen, entfernte er sich. Im Weggehen lemerkte er einenMenschen, der sein Verbannungsurtheil sauf den Scherbenzschrieb und fragte ihn, wie man erzählt, warum er das thue,oder was Aristides begangen hätte, daß er ihn einer so gro-ßen Strafe würdig hielte?Ich kenne, antwortete Dieser,Aristides nicht; aber cs gefällt mir nicht, daß er so eifrigdarauf hingrarbeitet hat, allein der Gerechte zu beißen."Indessen durfte er die ihm durch das Gesetz bestimmte Strafevon zehn Jahren nicht ganz aushalten. Ungefähr im secl s-