XIV.
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A g e s i l a u s.
l. Agesilaus von Lacedämon ist zwar auch von andernSchriftstellern, aber vorzüglich von X-nvphon, SokrateSSchüler, (Mit welchem er in den vertrautesten Freundschafts-verhällniffen standl, auf das rühmlichste geschildert worden.Tr gerieth, (und tieg ist der erste Zug in seiner Geschichte,)mit seinem Bruderssohn Leotychides in Streit um den Besitzder königlichen Würde. Nach einer alt hergebrachten Sittehatten die Lacedämonier immer zwei Könige, mehr dem Na-men als der Herrschergewalt nach*), aus de» beiden Fami-lien Prvkles und Turysthenes, welches die ersten Könige vonSparta aus Herkules Stamme sHeraklibens waren. ZwischenDiesen fand keine gegenseitige Thronfolge statt, daher dennjede der beiden Familien ihren eigenen Gang in der Erbfolge-Ordnung behielt. Zuerst wurde darauf gesehen, welcher derAelteste unter den Kindern des letztverstorbenen Königs war;hatte er keine männliche Nachkommenschaft hinlerlaffen, sowurde Derjenige, welcher in der Verwandtschaft der Nächstewar, erwählt. Nun war König Aqis, des AgestlauS Bru.der. gestorben. Er hatte einen Sohn Leotychides hinterlas-sen, den er, als er geboren wurde, nicht anerkannt, aber
*) Die Ephoren und der Senat von Lacedämon standen anpolitischer Gewalt über ihnen.