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Cornelius Nepos.
man ihm daher zur Schuld an, indem man sie ihm entwederalsNachläßigkeit oder als böse Absicht auSlegte. So ging eSauch hier. Man warf ihm vor, er hätte sich vom König*)bestechen lassen, und deswegen Cyme"*) nicht nehmen wollen.Hauptsächlich war daher das Unglück dieses Mannes meinesErachtens die allzu große Meinung, die man von seinem Geistund seiner Tapferkeit hegte. So sehr man ihn liebte, sosehr fürchtete man von ihm, Glück und Macht möchte ihn zumStolz und zu Wünschen nach Alleinherrschaft verleiten.Dieß waren die Gründe, warum man ihm von Athen ausden Oberbefehl abnahm und einen Andern***) an seine Stellesetzte. Ans die Nachricht davon beschloß er, nicht mehr insein Vaterland zurückzukehren und begab sich nach Paktye ****).Hier befestigte er drei sin der Gegend gelegenes Plätze, Borni,Bysanthc, und Neontichos; auch brachte er ein kleines Heerzusammen, mit welchem er, als der erste Grieche, das sfreieZThracien angriff; er hielt es für rühmlicher, sich an denBarbaren, als an Griechen,, mit Beute zu bereichern. Diese
*) Man warf ibm besonders Freundschaft mit dem Satrapendesselben, dem Pparnabazus, vor.
**) Cyme war mit Athen verbündet. Wahrscheinlich war esalso nicht mißlungene Eroberung, sondern Mißhandlungdieser Stadt, die man ihm zum Vorwurf machte. AuchPatte er sich eines minder wichtigen Grundes wegen vonder Flotte entfernt, die in dieser seiner Abwesenheit einenbedeutenden Verlust gegen Lysander erlitten hatte.
***) Den Conon.
****) Paktye eine Stadt auf der Landenge des Tpracischen Cher-sonesns nicht weit von der Mündung der Propontis'(desMare di Marmor«).