Alcibiades
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trat, Alles begleitete, und den das Volk, was sonst nur beiden Siegern von Olympia gewöhnlich war, mit goldenen undehernen Kronen beschenkte. Mit Thränen emfing er dieseBeweise der Zuneigung von seinen Mitbürgern, denn er ge-dachte des Ungemachs der Vergangenheit. Als er in derHauptstadt ankam. wurde das Volk zusammenberufen, undnun hielt er eine Rede, die auch den Rohesten z» Thränenüber sein Schicksal rührte und zu Aeußerungen des Unwil-lens gegen Diejenigen stimmte, welche die Urheber seinerVerbannung gewesen waren; ein anderes Volk, nicht das,Welches jetzt weinte, schien ihn wegen Verletzung der heili-gen Ceremonien verurtheilt zu haben. Seine Güter wurdenihm daher vom Staate znrückgegeben, und dieselben Eumol-pidischen Priester, die den Fluch über ihn ausgesprochen,mußten ihn wieder einweihen, und die Denksteine, auf wel-chen der Fluch eingegraben worden war, wurden in's Meergeworfen.
7. Nicht allzu lange dauerte diese Freude für Alcibiades.Alle Staatswürden waren ihm ertheilt. Die ganze Regie-rungs- und Kriegsgewalt im Staate lag in seinen Händenund sein Wille gebot überall. Er selbst verlangte, daß manihm zwei College», Thrasybnlns und Adimantns geben soll-te, und seine Bitte wurde ihm gewährt. Und dennoch wur-de er bald ans einem Zuge mit einer Flotte gegen Asten, woer bei Cymc") nicht ganz die Erwartungen befriedigte, aber-mals ein Opfer des Neides. Man glaubte, ihm sollte nichtsunmöglich seyn. Jede unglückliche Unternehmung rechnete
*) Seestadt in Acolis an der Küste von Smyrna.