Alcibiades
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tcn, Liebe zum Vaterlande möchte ihn einmal bewegen, sichwieder von ihnen zu trennen und sich mit seinen Mitbür-gern wieder zu versöhnen. Sie beschlossen daher, eine Gele-genheit zu suchen, wo sie ihn ermorden könnten. Dieß konntejedoch dem Alcibiades nicht lange geheim bleiben. Denn erbesaß einen Scharfblick, der ihn nicht leicht täuschen ließ,zumal da er aufmerksam und auf seiner Hut war. Sr begabsich daher zu Tiffaphernes, einem Statthalter des KönigsDarins sin Lydiens, und erhielt bald seine vertraute Freund-schaft. Hier beobachtete er, wie die Macht der Athener,nach der unglücklichen Unternehmung gegen Sjcilien, ab-nahm, und dagegen die Macht der Lacedämonier wuchs. Ecließ daher zuerst mit dem sAthenischenss Befehlshaber Pisan-der, der mit Truppen vor Samos lag, unterhandeln, und einWort von seiner Rückkehr in's Vaterland fallen. Dieser warderselben Denkungsart mit Alcibiades, ein Gegner der Volks-macht und auf der Seite des Adels. Zwar ging er in dieSache nicht ein *) inzwischen wurde er doch durch den Ein-fluß des Thrasybulus, Lykus Sohns, vom Heer ausgenom-men und zum Befehlshaber bei Samos gewählt. Bald dar-auf wurde er auf den Vorschlag des Theramenes durch einenVolksbeschlnß wieder in seine Bürgerrechte eingesetzt und er-hielt von Athen aus zugleich mit Thrasybulus und Therame-nes den Oberbefehl. Unter der Anführung dieser Männerbekam die Lage der Dinge schnell eine solche Wendung, daß
Thncpdides V. 8. Cap. 53. 54. erzählt ausführlich dasGegentheil von Pisander, der nach ihm den Hanptunter-vändler in der Sache machte. Die Worte des Nepos: st>üoc äostitutus scheinen daher krank zu sey».