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sung zu geistiger Anstrengung, so konnte er schwelgerisch,unordentlich, ausschweifend, unmäßig seyn, so daß Jeder sichwunderte, in Einem Menschen solche Widersprüche, so ver-schiedene Züge deS Charakters zu finden.
2 . Seine Erziehung erhielt er im Hanse der Perikles(dessen Stiefsohn er gewesen seyn soll), seine Bildung vonSokrates. Sein Schwiegervater war Hipponikns, der reichsteGrieche. Und so konnte seine eigene Einbildungskraft ihmweder ein reicheres Glück zeigen, noch ihn ein höheres zu er-reichen hoffen lassen, als das, welches Zufall und Natur ihmgeschenkt hatte. fJn der ersten Zeit seiner Jünglingsjahre er-hielt er nach Griechischer Weise mehrere zärtliche FreundekLiebhaber^: unter Diesen befand sich auch Sokrates, dessenPlato in seinem Gastmahl erwähnt. Hier läßt er ihn näm-lich erzählen,, er habe bei Sokrates geschlafen, und sey vonihm aufgestaiiden, wie ein Sohn von seinem Vater aufstehensoll. Als er männlicher geworden, wurde er ebenfalls zärtli-cher Freund mancher jungen Leute. Im Umgänge mit ihnenerlaubte er sich unter dem Scheine feinerer Wollust und fröh-lichen Lebensgenusses manche verabscheuungswürdige Hand-lung. Ich würde dieß näher erzählen, wenn ich nicht bedeu-tendere und wichtigere Gegenstände vor mir hätte, j
3. Im Peloponnesischen Kriege kündigten die Athenerauf seinen Rath und Einfluß den Syrakusanern Krieg an,zu dessen Führung er selbst zum Oberbefehlshaber erwähltwurde. Er erhielt dazu zwei Mitbefehlshaber, Nicias und La-machus. Während der Zurüstung zu demselben trug sich kurzvor dem Auslaufen der Flotte der Vorfall zu, daß in Einer
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