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1 (1842)
Entstehung
Seite
27
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Miltmdcs. 27

zu bemächtigen, als in der Entfernung durch irgend einenZufall auf benachbartem Bode» ein G-Holz, das man vonder Insel aus sehen konnte, zur Nachtzeit in Brand gerieth.Als di- Einwohner und Belagerer die Flamme erblickten, ge-riet!,cn beide auf die Vermut!,ung, daß es ein Zeichen vonder königlichen sPerslschenU Flotte seyn müsse. Ließ hielt dieParier von der Uebergabe ab, und Miltiades, der die An-kunft der königlichen Flotte fürchtete, zündete seine Belage-rungswerke an und segelte, zwar mit der vollen AnzahlSchiffe, womit er ausgelaufen war, aber z»m großen Unwil-len seiner Mitbürger nach Athen zurück. Er wurde daherder Verrätherei angeklazt; er hätte sich, warf man ihm vor,statt Paros zu erobern, von dem Könige bestechen lassen undhabe Len Kampf unverrichteter Sache aufgegcben. Er laggerade an de» Wunden darnieder, die er bei der Belagerungder Stadt erhalten hatte. Da er sich also nicht selbst ver-theidigen konnte, so sprach für ihn sein Bruder Tijagoras.Als die Sache untersucht war, wurde er zwar von der To-desstrafe freigtsprochen, aber zu einer Geldstrafe vernrthcilt.Die Gerichtsftrafe wurde auf fünfzig Talente *) geschäht; sovielharte nämlich die Flotte gekostet. Da er diese Summe nichtim damaligen Zeitpunkt bezahle» konnte, so wurde ec in'sGefängniß geworfen und endigte hier sein Leben.

8. Obgleich die Geschichte mit Paros die Veranlassungzu der Anklage gegen diesen Mann war, so war der Grundseiner Verurtheiluug doch ein ganz anderer. Seit Pifistra-tus Alleinherrschaft, die wenige Jahre vorher noch gedauert

*) I30,2S1fl. 21 kr. »ach Wnrm's Tabelle».