Druckschrift 
1 (1842)
Entstehung
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Cornelius Nepos.

hatte, fürchteten die Athener die Macht eines jeden Bürgers.Miltiades war lange Feldherr und obrigkeitliche Person ge-wesen und man glaubte nicht, daß er sich in den Stand ei-nes Priratmanns wurde fuge» können, zumal da Gewohn-heit ihn zur Herrschsucht Hinzureißen schien. Die ganze Zeitüber, mährend welcher er sich im Chersvnes aufhielt, hatteerbeständig die oberste Gewalt in Händen gehabt; man hatteihn Tyrann sAlleinhenJ genannt; aber freilich war er eingerechter. Nicht Gewalt hatte ihm diese Macht gegeben, son-dern der Wunsch seiner Mitbürger; und durch Rechtschaffen-heit erhielt er sie sich. Allein man betrachtete einen Jeden alseinen Tyrannen, und nennt ihn auch so, der in einem Staa-te, welcher ovrher frei war, fortdauernde Obergewalt hat.Miltiades zeigte im hohe» Grad innere Gute, And eine auf-fallende Leutseligkeit: Niemand war so niedrig, daß ihm nichtder Zutritt zu ihm offen stand; groß war die Achtung in derer bei allen Staaten stand, berühmt sein Name, glänzendsein Kriegsrnhm. Das beachtete das Volk und wollte ihnlieber unschuldig bestraft, als sich selbst länger in Furchtsehen.