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Vier Predigten aus dem Lied der Lieder
Entstehung
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nach außen hin einer Prophetin gleich, und wie einLeuchtthurin in der Nacht da gestanden hatte, uner-schöpflich reich an Sprüchen der Weisheit, an erweck«lichen Neben, an gefühlvollen Ergießungen und gesalb-ten Gebeten; die es verstand, alle Herzen mitlebendigem Wasser zu überströmen, in selige Rührungensic zu zerschmelzen, und sie von einem Balsamhügelzu dem andern mit sich sortzureißen. Die nur denBrüdern lebte und ihrer Gemeinschaft, die gewohntwar, von einer Versammlung zu der andern zu eilen,um ihre Schütze unter ihnen aufzuthun, die von keineranderen Thätigkeit mehr wissen wollte, als von derfür das Reich Gottes, und vom Morgen bis zumAbend mit dem feurigsten Eifer nur aufs Bekehren,aufs Erbauen, aufs Stärken, Erwecken und Tröstender Brüder bedacht war, und in dem Allen als eineMeisterin glänzte in Israel; siehe wie ist sieplötzlich versiegt, diese überströmende Quelle, wie istsie mit cinemmale so welk worden, diese blühendeRose, so entblättert und duftlos. Siehe, SulamithsFeuer ist erloschen, ihr Eifer gekühlt, ihre Empfin-dungs-Fülle vertrocknet, ihr Drang zum Evangelisirenwie erstorben, ihr Mund verschlossen, und ihr Wandelzurückhaltend, still und einsam worden. Die Schwesternsehcns mit Bedauern; es ist ihnen herzlich leid, daßsie jetzt so gar nichts mehr an ihrer Genossin haben.Ja, sie sehen es mit Unwillen, indem sie in dieserUmgestaltung Sulamiths nichts Geringeres als einenvölligen Rückfall in den alten Naturstand wahrzuneh-men glauben ach, die arme Sulainith muß ihreneigenen Schwestern nicht blos zum Räthscl, sondern