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das Herz blieb ach! so sang - und klanglos. — Wirsuchten, aber wir fanden nicht. — Wir drängten unshinzu, wo es irgend feierliche Auftritte und Hand-lungen gab, in der Hoffnung, da werde das Eisunseres Herzens wieder aufthanen, da würden wirwieder etwas schmecken von dem lieblichen Wesen, daszur Rechten des Herrn ist ewiglich. — Aber es warNacht und blieb Nacht, und dem Winter in uns schienkein Frühling mehr folgen zu wollen. — Wir suchten,aber wir fanden nicht. — Wir liefen uns die Füßewund in Jerusalems Gassen, nahmen bald zu diesem,bald zu jenem frommen Freunde unsere Zuflucht, undklagten, aber cs blieb bci'm Klagen; wir versuchtenbald dieses, bald jenes, um unser Herz wieder jungzu machen, lebendig und blühend;-- — aber im-
mer auf's neue mußten wir seufzen mit der Braut:
ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht.-Die Braut
stößt auf die Wächter, die in der Stadt umgehen.Die Wächter? — Wer siud die? — Das sind wirBothschafter an Christi Statt, deren Beruf es ist, um-zugehen in Jerusalem, zu wachen, daß kein Schadegeschieht in der Stadt, zu wecken die Seelen, die wirim brennenden Hause und am Rande des Abgrunds,schlafend finden; zurückzuführen die Nachtwandlervon den gefahrvollen Felswänden, darauf sie klimmen,— zu warnen, die da irren vom Wege des Lebens,zu trösten, die da einsam sitzen und weinen; — auf-zumuntern die darniederliegen in den Gassen, unddenen der Odem ausgegangen ist, daß sie nicht wei-ter können. Ja, die Wächter, das sind die Haushal-ter über Gottes Geheimnisse. — Zu denen kam die