Schauspiel. (Lcssing)
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1753 in Frankfurt in Armuth und Wahnsinn, und dir Geistlichen ver-weigerte» ihm das Abendmahl. In Wien schrieben in den 40er und50er Jahren Leute wie Weiskern, Stephanie der Acltere, Brenner u. A.eine Menge elender Stücke noch ganz im alten Stile; und che nochGöthc, Klinger und Len; ausgetreten waren, fingen schon seit 1760 dieBrandes, Großmann, Bretzner u. A. an, die Bühne mit einem gewalti-gen Vorrath platter Alltagsstücke zu überschwemmen.
Als Lessing nach Leipzig kam, so hörten wir schon oben, war seinInteresse für das Theater im Augenblick entschieden. Er ging erst mit derNeuber, später mit Brückner um, von dem er deklamiren lernen wollte,der aber bald von ihm lernte und ihm Vieles zu danken gestand. Voltvom ersten Eifer spornte damals Lessing die Mplius, Weiße, Fuchs,Kleist und was ihm vorkam, Schauspiele zu machen, theilte mit ihnendie Arbeit, und schrieb selbst seinen Dämon in die hambnrgischen Er-munterungen ; die alte Jungfer war lange aus den Ausgaben ganz ver-schwunden und nur noch in Schmidt's Anthologie zu finden. Den jun-gen Gelehrten bewunderte die Neuber und gab ihn !747; schnell folgtenin den nächsten Jahren die Inden, der Freigeist und der Schatz. Wieimmer diese Stücke beschaffen sein mögen, so ist doch die Richtung des17jährigen Verfassers im jungen Gelehrten, den er schon auf der Schulebegonnen hatte, merkwürdig genug, und unstreitig stellte schon das bloßeSkelett der Juden alle Lustspiele der Zeit in Schatten, und das Vorbilddeö Schatzes (Trinummus von Plautns) zeigt schon an, daß der jungeMann ganz andere Wege wollte als Gvtisched. Dies bestätigte sich, alser 1750 mit MyliuS die Beiträge zur Historie und Aufnahme des Thea-ters herausgab. Sie hatten den großen Plan zur Geschichte einesTheaters aller Völker vorzuarbeiten; sie standen also schon ganz förmlichGottsched entgegen, der sich mit Griechen und Franzose» begnügte.Hier erschien schon Lcssing's Leben des PlantuS nnb seine Uebcrsetzungder Gefangenen, die er für das vortrefflichste Stück erklärte, das je aufden Schauplatz gekommen. Er wies schon hier in ganz patriotischemSinne ans Sophokles und PlantuS, von den Franzosen, sogar vonSenera und Terenz weg. Nach dem 4. Stücke trat Lessing übrigensschon ab, weil ihm MyliuS keine Genüge that. Dieser hatte in den Bei-trägen die Clitia des Marchiavelli übersetzt und dabei geäußert, manmöchte ihm doch Ein gutes italienisches Stück zeigen! Lessing, der ihnunstreitig schon von Gottsched geheilt zu haben meinte, entsetzte dieserGottschedianismuö so, daß er sogleich abbrach. Er schwärmte nun einPaar Jahre in fremden Gebieten herum; sobald er aber vor Mhlius'
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