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4 (1853)
Entstehung
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und weltlichen Moral, und der Kritik. Klopstock.

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bürgerthum das Vaterland beraubt, und, wie das Christenthuiu so viel-fach verschuldete, der Religion wegen entfremdet. Schon da mein Herzden ersten Schlag der Ehrbegierde schlug, erzählt der Dichter in der Odemein Vaterland, erkor ich Heinrich (den Vogler) deinen Befreier zusingen. Allein ich sah die höhere Bahn, und entflammt von mehr alsnur Ehrbegier, zog ich weit sie vor. Sie führt hinauf zu dem Vater-lau d c d e S M e n s ch e n g e s ch l e ch t s ! Noch gehe ich sie, und wenn ichauf ihr erliege, so wend' ich mich seitwärts, und singe zur TelynVaterland dich dir! So mußte sich denn das Vaterland mit dem Neben-gesang begnügen; so seitwärts sang er nachher die Bardiette, die dennauch das Vaterland, unzufrieden mit der halben Abfindung, seitwärtsliegen ließ.

So also gab er Homer gegen Ossian auf, und beide zugleich sammtPindar und Horaz gegen David^). SionS Lied schien sich ihm überHämus und der Hufe Quell zu heben, und Pindar war ihm, wie Gel-iert, nichts gegen den Jsaiden, der den Unendlichen singen konnte. DasVaterland schien ihm nichts, als Befriedigung der Ehrbegierde zu bieten,die laut in dem Jüngling schlug. Sie verließ auch den Mann nicht, sieward nur gehaltener; ist etwa ein Lob, ist etwa eine Tugend, demtrachtet nach dies war der Leitstern, der ihm nur noch höhere Pfadezeigen sollte! Als er unter den Denkmalen des Vaterlands einen Heldensuchte und nicht fand, sank er müde hin, und sah dann Plötzlich ihn,den er als Christ liebte, mit einem schnellen begeisterten Blick als Dich-ter. Ueber ihn vergaß er der gedürsteten Unsterblichkeit, und sah mitRuhe auf die betrümmerten Gestave. Er grub sichs ins Herz, er dürfeerst nach dem 30sten Jahre seinen Messias beginnen, aber er hielt esnicht aus, übertrat und begann. Er wollte sich ein Denkmal errichtendurch das Acußerste, was die Poesie vermöchte: Erhebung der Sprache,gewählteren Ton, bewegteren edleren Gang und Darstellung, und vorAllem Religion. Sie sollte dem Gedichte einen Werth geben, der dieKunst der Griechen und die Leidenschaft des bardischen VvlkögesangSüberwände. Aber hier lauschte er seinem Genius am wenigsten. Hätteer das Gedicht in einer Jugendbegeisterung hinwerfen können, so würdevielleicht das Gute erreicht worden sein, was es darbot, ohne das Ueble,das es nach sich zog. Allein, nachdem die ersten drei Gesänge !748 in

57) Klopstock will »ns vom PinduS entfernen; wir sollen nach Lorbeernicht mehr geizen, uns soll inländische Eiche gelingen;und doch führet er selbst den überepischen Kreuzzughin auf Golgatha's Hügel, ausländische Götter zu ehren. Göthe.

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