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4 (1853)
Entstehung
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102
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102 Wiedergeburt der Dichtung unter den Einflüssen der religiösen

Ganze nicht einigen Anstrich einer Parodie auf Ovid's Phaethon hätte,und wenn nicht schon der Gegenstand ein Mädchen will im Phaethonselbst und allein kutschiren und wird für ihren Vorwitz im See abge-kühlt wenn nicht schon die Kleinheit dieses Gegenstandes einen Stichenthalten sollte auf die Fruchtbarkeit der elenden Dichterlinge, die sichohne Vermögen an dem ernsten Epos versuchen, so würde man diesStück nicht anders als eineJdylle nennen können; man wird schon ganzans Voßens Luise vorbereitet. Thümmel's ihrer Zeit sehr bewunderteWilhelmine würde ebenso nichts als eine Idylle heißen, wenn nur derhochgehende Ton und die Reminisrenzen an Homer daraus getilgt wär-ren, und wenn eS nichts WehethuendeS hätte, ein idyllisches Gemäldevon Gemeinem entstellt zu sehen, was selbst in der komischen Erzählungunangenehm auffällt°"). Was wir hier von diesen deutschen komischenEpopöen sagen, gilt auch von ihren ausländischen Mustern, von Boi-lcau und Pope. Wie dürftig unsre guten Poeten an Erfindungsgabesind, liegt bei diesen Produkten Zachariä's zu Tage, von denen nichtzu reden, die den Nachahmer wieder nachahmten! Ec bekennt sich vonden hohen Tönen Boileawö und Pope's (im Pult und Lockenraube)entzückt, fürchtet aber, daß sie den Deutschen noch unnachahmlich seien!Als er sie selbst hinlänglich nachgeahmt hatte und Beifall genug fand,und ein ganzes Heer Nachahmer wieder auf ihn folgte, ward er es end-lich müde, daßder deutsche Stutzer vom Satyr aufgeführt werde", wasder Lieblingsgegenstand von Pope her blieb, und er ermahnt die Dichter,nicht immer Wiederhall zu bleiben, original und neu zu sein. Dies sagter, als er eben ein nagelneues Thema aufgebracht, und von einem Lieb-lingskater erzählt hatte, der gctödtet ward und nicht in die Hölle konnte,weil er uubegraben lag; er fühlt sich wie ein Kind verjüngt in dieserneuen Erfindung, und in der Gunst der Muse, die ihm die Hölle derThiere gezeigt! Man begreift wohl, dies waren die Männer nicht, dieuns zu einer neuen Dichtung helfen konnten, die sich auf solche Schöpfun-gen etwas zu gute thaten, die sich an einer so elenden Gattung entzückenund gar an ihrer Nachbildung verzagen konnten. Geht man die einzel-nen Stücke durch, die Zachariä meist in den 40er Jahren gemacht hat,so erstaunt man über die Leerheit und Geringfügigkeit dieser eine Zeit-lang so berühmten Erzählungen, in denen keinerlei Tiefe der Satire,

51) Der Gegenstand ist ein frommer guter Pedant, sonst unverschuldet, dem einzerpflücktes Kammermädchen zur Frau zugeführt wird. Dies scheint eben nicht einStoff zum schadenfrohen Lachen.