u. weltlichen Moral, u. d. Kritik. — Die Vers. d. Brcm. Bcitr. 73
berstädtern in Beziehung und lehnte sich vielfach und unselbständig inseinen lyrischen Werken an. Seine Gedichte, die 1789 von Eschenburgherauögcgebcn sind, früher zum Thcil in Ramlcr's Anthologie ausge-nommen waren, neigen sogleich zu dem Tone der Halberstädter Episteln,der Lessing'schen, hier und da anch der Voßischen Lieder hinüber, undstehen in unserer Leipziger Gesellschaft fremd. Dies machte seine Her-kunft auS Hamburg, wo er an feineren Umgang gewöhnt, mit Hage-dorn bekannt, schon 1742 Lieder machte, deren freierer Ton veranlaßt,daß man ihn von dem Studium der Theologie abschreckte. Ihm allein,dessen scherzhaftes Wesen beim Weine den strengen sittlichen Sachsen ans-fiel, verdarb die schwermuthsvolle Weisheit seines Uoung, den er über-setzte, sein fröhliches Herz nicht, wie Klamer Schmidt von ihm rühmt ^).So sagt auch Gleim von ihm, er verdiene um seiner heiteren Lieder wil-len eher ein Monument als Uonng mit seinen schwarzen Nachtgedanken.Ebert war übrigens nicht Dichter und wollte es nicht sein; Freundschaftund Freude hatten ihn dazu verführt. Er warf sich auf die Prosa, undübersetzte den Leonidas von Glover (1737) und Uoung's Nachtgedanken(1700), und wenn an diesen die Reinheit des Vortrags gerühmt wird,so muß man ja im Auge haben, was damals geleistet ward, und übri-gens auch zwischen früheren und späteren Ausgaben unterscheiden. Amallgemeinsten vertritt das Lyrische der Bremer Beiträger Nicol. DietrichGiseke (eigentlich Köszeghi, ans Ungarn, 1724—63), dessen poetischeWerke Gärtner 1767 herausgab. Auch Er war in Hamburg wenigstenserzogen und stand mit Brockes und Hagedorn in Verbindung, rühmtjenen als den, der die Welt glücklicher genießen gelehrt hätte, diesen desGeistes wegen, der in ihm den Dichter und Freund, die deutsche Red-lichkeit und den Witz der Franzosen vereint, der ebenderselbe Geist sei,der im Horaz gerühmt wird, der im Sokrates die Wahrheit ergründet,und der uns in Sylvien gefällt. Man merkt schon, wir sind auf Hage-dorn's Thema von den Grazien, oder wie dieser noch gleich Hagedorn
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— Nein willig flog es Dir, o Komus, und Dir, o guter Amor,weit entgegen, und stimmet auch manches Lied an,das die blühende Nachwelt noch beim Kelchglassingt und unter dem Lösespiel der Pfänder,wenn der jammernde Brüte, kaum durchblättert,von den Grälern und von den Eschenburgernder Jahrtausende, die noch unterwegs sind,alterthnmlich im morschen Schrank umherstäubt.