Druckschrift 
1 (1835)
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

41

indessen jedes Urtheil schriftlich verfaßt und ins Archiv nieder-gelegt ward, mvgte zu bezweifeln seyn. Das zweite Capimlarv. I. 803 (unter Carl dem Großen) verordnet, Kapit. 10, daß,wer eine schon einmal vor Gericht abgemachte Sache nochmalsvorbringe, und dessen durch Zeugen überführt werde, ent-weder 15 Goldstücke Ooliä.) erlegen, oder von den Scheffcn,die das erste Urtheil gesprochen, 15 Hiebe *) erhalten solle.Ein solcher Fall hatte indessen nicht vorkommen können, wennvon allen Urtheilen eine schriftliche Urkunde aufbewahrt wordenwäre. Daß dieses indessen in wichtigern Sachen geschah, istkeinem Zweifel unterworfen. Es sind sogar noch einige dieserUrtheile übrig. Folgendes, welches Bignon **) aus demebronio. inons8ter. Lesuens. ausgezogen hat, und das vonden Zeiten Ludwigs des Frommen herrührt, wollen wir hiermittheilen.

Notum 6at P 08 teris ob meinorige eoinmenäetur guostgnte illu8trem viruin Hiläegsriurn eoinitern 8eu ju<1ieo8gU08 8cgl)in08 voognt, et gugra plure8 P0I80NS8 s^lli euineo säe» gut in Alontsniseo vills, in inallo publieo, gc! mul-rorum 0 SN 8 S 8 suäien«1s8 et rectg siiclicia terminsnclg, ibivoniens Leeto Ilpi8copu8 (^,ingonen8!8) et ^clvoegtu8 8un8Lurgosrcln8 novern Iegitimo8 t68le8 ibi prse8entsvit, Quo-rum nornins bsee 5unt, Simeon, ^gsno, Lertebrgnnu8, 6o-vo, Msobirin8, ^ckslsräu«, 6erino, Oerento, 8^rannu8. I5tite8tiliegv6rnnt et jurgverunt cle 1inil,u8 Ue8uen8i8 inons8-terii, guoä g kne Uonten8i et g llne Venclol>rin8e, et )^Lu-ronse, el 1'illen80, et Vetu8nilnen8e, et Lu8tellen8e, er

*) Lspitulsr. 2clum. s. 803. cgp. 10.8igui8 csussm juäi-estarn repetei'e Prg88um86k'it in insllo, ibigue te8ti1>u8eonvietu8 (uerit, gut guincleeiin 8oli>1o8 componst, gutguincleeirn ietu8 gt> 8eabini8, g^ui cgu8gln griuz justicg-verunt, gecipist."

**) Es sinket sich in den not. vignon.. Hlgrculpü. beiLslu 2 . rom. II. p. 953. Ebcndas. p. 910., findet man einaus dem ellronie. 11irionon8. entnommenes Urtheil, wel-ches der König Chlotar selbst, in Gegenwart seiner Gro-ßen und des Pfalz-Grafen, in seinem Pallast gesprochen.

2

r.-.