der Erbeseinsetzung, wenn der Erbe nämlich kein Verwandterdes Testators war. Dieser steckte vor Gericht einen Halm inden Schooß (in Isissm) desjenigen, den er zum Erben ernen-nen wollte, nnd sagte zugleich laut, den wievielsten Theil sei-nes Vermögens er ihm hinterließ. Diese Art durch Ucberrei-chung eines Halms, (keines, stipula, rsmus), einen Vertragabzuschließen, war sehr gebräuchlich, und vielleicht der Römi-schen »üßulatio nachgebildet. Dadurch, daß Einer der Bethä-tigten dem andern einen Halm überreichte, und letzterer ihnannahm, ward der Vertrag als geschlossen angesehen. DasselbeVerfahren ward auch bei Verkäufen, Schenkungen u. s. f. alseine symbolische Ucbergabe gebraucht. *) **) Auch bei den ge-richtlichen Vorladungen fand es Statt. Nämlich der Klägerüberreichte dem Beklagten bei der Vorladung einen Halm.Nahm dieser ihn an, so hatte er sich dadurch verpflichtet, vor
*) laisa scheint eine Art Tasche, in der Gegend der Brustgewesen zu seyn, also was der sinu8 in der roga der Rö-mer war.
**) Dieser Art der Uebergabe wird in den Formuln des Mar-cnlph, und in viel spätern Urkunden sehr häufig erwähnt.Die k'ostueL mußte noclura d. h. ein Halm oder Stockmit Zweigen seyn. Zuweilen übergab man noch dazu ei-nen Rasen, eine Weinrebe nebst einem Meyer. Der Zweigward alsdann in den Rasen gesteckt. Dieses dauerte bistief in das Mittelalter hinein. (Mari. sn. 997- sp. lila-b>ill. rom. IV) ^nnsl. p. 11Z. „ rrsllitioneni ->tr»-
inentsrio, penna et pergamens nisnibus 8»i8 cls ierrnlevatig, lege 8gliea keeir per Ii8tuonm noilstum, 86u rs-inuni arbornm stgue per eultelluin et gus8onem (dasneuere ggiron, Rasen). Warf man den Zweig von sich wegauf die Erde, so bedeutete dieses, daß man sich des fernernEigenthums und Besitzes begebe. Auf dieselbe Art ver-sprach man auch feierlich. Etwas nicht thun zu wollen.Lspitulsr. OälvI. N. üb. VI. esp. 285. „I7t ergo OMNI88U8pioio g »olii8 ciineti8 8seerclotil>u8 er 8gnetse lleieeele8ise lillelik»u8 (unclitu8 auberstur, prokitemur om»ne8, 8lipuls8 <lextri8 in insnil,u8 teuente8, e->8gne pro-prÜ8 e lnsnil)u8 projieiente8 . . . . nee Islis (sesre, neekseere volentili,i8 eon8entire. Eine große Menge Ein-zclnheitcn und Beispiele findet man bei Vn-Osngs si-r.t'e8tnoa und inve8tirura.