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bring Frankreichs ausgegangen ist. Man muß indessennicht glauben, als ob sie von Anfang an über alle Lan-des-Theile, die man jetzt unter dem Namen Frankreichbegreift, ununterbrochen die souveraine Gewalt ausge-übt hätten. Vielmehr gab es, vorn Ursprung der Frän-kischen Monarchie an, bis fast zu den letzten Zeiten ei-nige von dem Hauptland getrennte Provinzen, die imLauf der Jahrhunderte bald wieder mit demselben ver-einigt, bald von neuem davon abgesondert wurden, undworüber eigne Fürften-Geschlechter, mit größerer oder ge-ringerer Abhängigkeit von der Krone Frankreichs, herrsch-ten. *)
Als Chlodwig durch seinen Sieg bei Soissons (imI. 486) den Grund zu der Fränkischen Monarchie legte,war der Süden von Frankreich schon von zwei Barbaren-Stämmen, den Burgundern und Westgothen besetzt.Die Burgunder, welche im I. 406 oder 407 über denRhein gegangen und in Gallien eingedrungen waren,machten sehr schnelle Fortschritte, so daß sie im I. 413ein eigenes Königreich stifteten, welches sehr ausgedehnteLänderstriche, das spätere Herzogthum Burgund, dieFranche-Comte, die Grafschaft Provence, die Dauphins,Lyonnais, Savoyen u. s. f. in sich begriff, und dessenHauptstadt Lyon war. Der erste König dieses ReichSwar Gondicar, der die Burgunder über den Rheingeführt, und dessen lange Regierung sich durch Weißheitund strenge Gerechtigkeit auszeichnete. Ueberhaupt han-delten die Burgunder nicht ganz so, wie man wohl vonBarbaren erwarten sollte. Sie führten eine regelmäßigeRegierungs-Form ein, und ihr Gesetzbuch, das von ei-nem ihrer letzten Könige Gondebaud (im I. 501) ver-bessert herausgegeben ward und von ihm lex OuuäsbuclL
*) Eine kurze aber doch binreichcnd belehrende Geschichte allergrößer» und kleinern Herrscher-Familien, die seit dem An-fang der Fränkischen Monarchie über einzelne Theile vonFrankreich regiert haben, findet man in der: art äe veni-
jior los clat65.