448—456 n. C. zu einer Zeit, wo die Franken sichschon zum Theil in Gallien festgesetzt hatten, regierte,und im Jahr 451 in der berühmten Schlacht bei Charlons als Bundesgenosse des Römischen Feldherrn Aetius,der in Gallien befehligte, gegen Attila gefochten habensoll. Der Held dieses Geschlechts ist Chlodwig, wel-cher im Jahr 486 den Römischen Feldherrn Syagriusin der Schlacht bei Soissons überwand', und dadurchder Herrschaft der Römer in Gallien ein Ende machte.Nach dem großen Siege, den er ferner im Jahr 496bei Zülpich (im Erzbisthum Köln) über die Aleman-nen erfocht, ging er, bewogen durch die Vorstellungenseiner Gemahlinn Chlotilde, die eine Christinn war, zurchristlichen Religion über. Er ward nebst einer großenMenge Volks zu Rheims von dem dortigen Erzbischof,dem heiligen Remigius, getauft, der ihm darauf auchdie Salbung ertheilte. Im Jahr 507 wählte er Pariszur Hauptstadt seines Reichs. Aus diesen Gründen wirdChlodwig von Vielen für den eigentlichen Stifter derfränkischen Monarchie angesehen. Der MerovingischeStamm herrschte nach Chlodwig, der 511 starb, nochbis zum Jahr 752. Durch die unglückliche Sitte, dasKönigreich gleich dem Erbe eines Privatmanns unterdie hinterlassenen Söhne des Königs zu theilen, wardFrankreich zerstückelt, welches unendlich viele blutigeHändel und Verbrechen in der Königlichen Familie ver-anlaßte. Die Könige verloren endlich alle Macht, wel-che ganz in die Hände des Großmeisters des Pallastcssnmjor ckvuw«, murre cku pnlui«), eines Beamten oderVezirs, dessen Stelle endlich erblich ward, überging.Pipin der Kleine, Einer dieser Großmeister, entsetzte imJahr 752 Childerich den Dritten, den letzten König auSdem Merovingischen Geschlecht', und ließ sich zum Kö-nig ausrufen. Mit Pipin dem Kleinen (kixin le Irrest)beginnt die Herschaft der Carolinger. Der Held die-ses Geschlechts ist Pipin's Sohn, Carl der Große, (re-gierte von 772—812), dessen Namen man nur zu nen-nen braucht, um an seine großen Thaten und Eigen-
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